K&S integriert in seine Residenzen ein kinderfreundliches Angebot

Familientreffpunkt: Seniorenheim

In den Seniorenresidenzen der K&S Unternehmensgruppe sollen Kinder ab jetzt stärker mit eingebunden werden. Der Anfang ist gemacht. - Fotos: Quebe

Sottrum - Von Inken Quebe. Bei Seniorenheimen haben viele immer noch Vorurteile. „Da sind nur alte und gebrechliche Menschen, die brauchen ihre Ruhe. Kinder haben dort nichts zu suchen“, ist nur eines davon. Auch Nicole Schröder, die die K&S Seniorenresidenz in Sottrum leitet, kennt so etwas. Dabei findet sie es wichtig, dass auch Kinder dort einen Platz haben. Und so hat die K&S Unternehmensgruppe nun damit begonnen, ihre Seniorenresidenzen an allen Standorten kinderfreundlicher zu machen.

Wer durch die Tür kommt, hört ab jetzt schon im Eingangsbereich für ein Seniorenheim ungewöhnliche Geräusche. Denn gleich links hat das Unternehmen eine Spielecke eingerichtet. Auf der Decke stehen schon die Bahnschienen aus Holz bereit, auf denen eine kleine Lock ihre Runden dreht, und unter die Rollatoren und Rollstühlen mischt sich ein Bobbycar. 

Den Kindern, die künftig in der Einrichtung an der St.-Georg-Straße toben, soll schließlich nicht langweilig werden, wenn sie der Urgroßmutter mit der Familie einen Besuch abstatten, so der Hintergedanke des Unternehmens. Neben einer Spielecke mit Sitzecke und Malbüchern gibt es Wickelmöglichkeiten und Kinder-Hochstühle in der Caféteria. „Das Angebot wird noch erweitert“, berichtet Unternehmenssprecherin Jacqueline Schultz.

Residenzleiterin Nicole Schröder und K&S-Regionalleiter Nord Siegmar Buchholz setzen auf Kinderfreundlichkeit und zeigen das mit dem neuen Logo auch nach außen.

Schröders Erfahrung nach macht es Senioren besonders große Freude, wenn Kinder da sind. „Es heißt: Kinder und Tiere sind in der Pflege das A und O“, erklärt Schröder. Sie bedauert, dass viele Menschen ihre Töchter und Söhne aber nicht mit in ein Seniorenheim nehmen. Schröder: „Wir sagen: Bringen Sie Ihre Kinder ruhig mit.“ Siegmar Buchholz, K&S-Regionalleiter Nord, ergänzt: „Der natürliche Zustand einer Familie soll hergestellt werden.“ Bewohner, die keinen privaten Anschluss mehr haben, haben dagegen kaum Kontakt nach außen. Wer also eine Freude machen will, der könnte ganz unbürokratisch „einfach vorbeikommen“, sagt Schröder, „es ist eine Ablenkung vom Alltag“.

In Sottrum profitieren die Senioren bereits seit Langem von Kooperationen mit den Schulen und den Kindergärten. „Das wollen wir noch intensivieren“, so Schultz. Gerade im Wiesteort seien die Senioren schon früh in das Leben integriert worden, weil die Einrichtung zentral liegt. „Zum Beispiel an Halloween oder zu Nikolaus kommen die Kinder hier sowieso vorbei“, erzählt Schultz. Auch der Posaunenchor der St.-Georg-Kirchengemeinde gebe häufig mal ein Konzert. Der Standort hat für das Unternehmen eine zentrale Bedeutung. „Wir gehen mit unseren Residenzen immer mitten in den Ort“, so Schultz. In der Vergangenheit seien Seniorenheime dagegen häufig an den Ortsrand gebaut worden, weil man glaubte, Senioren brauchten viel Ruhe.

Doch es soll nicht nur Besuchern und Bewohnern eine Freude bereitet werden. „Unsere Personalpolitik ist darauf ausgerichtet, Beruf und Familie gut unter einen Hut bringen zu können“, sagt Schultz. Von der neuen Kinderfreundlichkeit sollen also auch die 15 Mütter, die in Sottrum beschäftigt sind, profitieren: „Wenn das Kind eines Mitarbeiters mal ganz spontan mitkommen muss, ist es ganz in der Nähe und kann sich sinnvoll beschäftigen“, ergänzt Schröder. In der Einrichtung Buxtehude ist man schon etwas weiter, dort gibt es bereits eine Tagesmutter, berichtet Buchholz. Etwas, das auch für die Einrichtung in Sottrum im Gespräch ist.

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