600 Euro für Brandschutzgutachten sind überwiesen

Zuschuss für Schützenhalle

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Die Taakener Schützenhalle ist wieder für Feste frei.

Reessum - Von Antje Holsten-Körner. Lange stand die weitere Nutzung der Schützenhalle in der Ohe auf der Kippe. Inzwischen konnte der Schützenverein Taaken alle geforderten Auflagen erfüllen. Das ging jedoch nicht ohne finanzielle Aufwendungen.

Um eine Finanzspritze aus der Reeßumer Gemeindekasse zu erhalten, wurde der Antrag auf Zuschuss zur „Legalisierung der Schützenhalle“ kurzfristig auf die Tagesordnung der Ratssitzung gesetzt. „Ich habe den Antrag erst gestern Mittag erhalten“, berichtete Reeßums Bürgermeister Wilfried Kirchner (CDU).

Gemäß dem Brief sind Materialkosten in Höhe von 7854 Euro sowie weitere 12578 Euro für Gutachter und Baugenehmigung entstanden. 600 Euro hat der Schützenverein bereits für das Brandschutzgutachten von der Gemeinde bekommen. Ob das Gutachten in den 12578 Euro bereits enthalten ist, ließ sich an diesem Abend nicht klären. Diese Frage konnte auch Kommandeur Dieter Precht, der auf die sehr sparsame Ausführung der umgesetzten Baumaßnahmen hinwies, nicht beantworten.

Bei den Materialkosten waren sich die Ratsmitglieder sofort einig, dass die Förderrichtlinien angewendet werden können. Darin ist festgehalten, dass die ersten 10000 Euro mit 25 Prozent bezuschusst werden. „Doch für den zweiten Betrag gibt es keine Richtlinie. Ich tue mich schwer damit, denn solch einen Antrag hatten wir noch nicht“, formulierte Kirchner, der zu Bedenken gab, dass damit ein großes Fass aufgemacht werden könne, wenn sich die Gemeinde zu weit aus dem Fenster lehne.

Während Jürgen Worthmann (SPD) sich überrascht über die Höhe des Antrags zeigte sprang Herbert Cordes (CDU) sofort in die Bresche für die Schützen. „Das ist doch noch moderat für den Schuppen“, meinte er. Und weiter: „Wir müssen dem Verein zur Seite stehen.“ Daher sollten seiner Meinung nach mindestens 25 Prozent auch auf die weiteren Kosten genehmigt werden. Er ging sogar noch einen Schritt weiter: „Die Gemeinde steht in der Schuld, denn die damalige Gemeinde Taaken hat den Bau doch immer abgenickt. Der Schützenverein kann am allerwenigsten dafür“.

Auch die Reeßumer profitierten von der Schützenhalle, führte Cordes aus, denn alle vier Jahre würde dort das Erntefest gefeiert.

Der CDU-Mann konnte seine Ratskollegen allerdings nicht überzeugen, denn bei der von ihm beantragten Abstimmung, dass die Gemeinde ein Viertel aller Kosten übernimmt, stand er fast alleine da. Nur von seinem Parteikollegen Henry Grove gab es ebenfalls eine Ja-Stimme.

Den zweiten Antrag, vorläufig nur 25 Prozent auf die Materialkosten zu gewähren, verabschiedeten die Ratsmitglieder einstimmig. Nach einer Prüfung wird der weitere Antrag auf einer der kommenden Tagesordnungen stehen.

Fast unproblematisch stellte sich dagegen die Übertragung eines Grundstückes an die Samtgemeinde dar. Da das für die Freiwillige Feuerwehr Clüversborstel vorgesehene Fahrzeug nicht in die vorhandene Garage passt, ist ein Neubau vorgesehen. Das dafür erforderlich Grundstück muss an die Samtgemeinde übertragen werden. Einzige Bitte aus Reeßum: Das Gebäude soll sich harmonisch in das Ortsbild einfügen und nicht mit einem Blechdach ausgestattet werden.

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