Die Bürgerbeteiligung für „Sottrum 2030“ läuft an

Es wird konkret

Die Sitzgarnitur auf dem Hof des Jugendtreffs ist schlechtem Wetter verwaist. Der Hof soll ausgebaut werden, und mit „Sottrum 2030“ soll es für Jugendliche mehr Indoor-Angebote geben.
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Die Sitzgarnitur auf dem Hof des Jugendtreffs ist schlechtem Wetter verwaist. Der Hof soll ausgebaut werden, und mit „Sottrum 2030“ soll es für Jugendliche mehr Indoor-Angebote geben.

Sottrum – Für das Entwicklungskonzept „Sottrum 2030“ hat in der Nacht auf Montag die nächste und letzte Phase der Bürgerbeteiligung begonnen. Pandemiebedingt online haben die Sottrumer die Gelegenheit, ihre Meinung zu einer Vielzahl an konkreten Maßnahmenvorschlägen der Arbeitsgruppe aus Politik, Verwaltung und Planungsbüro „plan zwei“ zu äußern – sei es per Daumen hoch beziehungsweise runter oder als Kommentar. Auch wenn man der Meinung ist, dass Ideen fehlen, kann man dies mitteilen.

Manche der ausgearbeiteten Vorschläge der Arbeitsgruppe, die auf der Website www.sottrum2030.de noch bis zum 24. Januar abrufbar sind, sind schon seit Langem bekannt, mache hingegen sind öffentlich noch nicht in Erscheinung getreten. Die Organisatoren von „plan zwei“ haben sich dabei mehrere Handlungsfelder, die zuvor in den Leitzielen beschlossen wurden, orientiert. Manche Vorschläge sind mehreren Handlungsfeldern zuzuordnen, die folgende Übersicht stellt diese Felder daher nicht dar. Eine Übersicht.

Ortskern

Im Ortskern steht insbesondere die Straße Lienworth als zentraler Ort der Nahversorgung im Fokus. Ein städtebauliches Konzept für diesen Bereich gilt im Katalog als sogenannte Schlüsselmaßnahme. „Das Lienworth-Areal soll städtebaulich neu geordnet und aufgewertet werden. Ziel ist, eine flexible Nutzbarkeit, eine gute Erreichbarkeit aller Märkte und eine fußgänger- und fahrradfreundliche Erschließung zu ermöglichen“, heißt es. Denkbar ist auch, wieder einen Wochenmarkt in dieser Ecke zu etablieren. Vorgeschlagen sind zunächst einzelne Märkte mit Rahmenprogramm, sukzessive könne man diese zu einem wöchentlichen Markt steigern. Der im Katalog angeregte Mehrgenerationenpark am Eichkamp ist bereits in Arbeit, zudem werden neue Impulse für den alten Marktplatz gefordert. Hier gibt es ebenfalls einen vom Lions-Club angeregten Plan. Zudem schlägt die Arbeitsgruppe ein zusammenhängendes Spazierwegenetz vor.

Wirtschaft

Wenn man es zusammenfasst, soll die Wirtschaft in Sottrum nach mehr als Einheit auftreten. Im Katalog steht dafür zum Beispiel eine gemeinsame Marketingstrategie für die Gewerbebetriebe, „um die Stärken und Potenziale Sottrums nach innen und nach außen zu profilieren“. Um die lokale Wirtschaft zu unterstützen, könne außerdem eine gemeinsam Marketingplattform der Sottrumer Unternehmen im Netz erstellt werden, die einen Veranstaltungskalender, eine Liste der Anbieter in Handel, Dienstleistung, Gastronomie sowie zentrale Ansprechpartner in der Gemeinde umfasse. Als Schlüsselmaßnahme gilt die Erarbeitung eines Einzelhandels- und Gewerbeentwicklungskonzepts, dies soll Möglichkeiten zur Profilierung und Entwicklung der Gewerbestandorte Sottrums aufzeigen.

Wohnen

Als Schlüsselkonzept schlägt die Arbeitsgruppe vor, dass die Gemeinde Leitlinien bei der Planung von Neubaugebieten aufstellt. Hier geht es vor allem und die sogenannten qualitativen Anforderungen. Geförderter Wohnungsbau, Energiekonzepte oder Barrierefreiheit als Beispiele sollen dann nicht nur allein den Planenden beziehungsweise Investoren überlassen werden, sondern könnten über Quoten geregelt werden.

„Wohnen und soziale Infrastruktur“ ist eines der größeren Handlungsfelder bei „Sottrum 2030“. Als Schlüsselkonzepte sind die Einrichtung eines Innenentwicklungsmanagements und die zukunfts- und bedarfsgerechte Anpassung der Bebauungspläne im Ortskern. Ersteres bedeutet, leere innerörtliche Flächen nutzbar zu machen, Letzteres heißt zum Beispiel, dass auch leer stehende Gewerbeflächen entlang der Großen Straße zu Wohnraum werden dürfen. Das war bislang nicht erlaubt.

Jugend

Zudem gibt es einige Ideen für den Nachwuchs. Auf der Vorschlagsliste stehen eine Kita im Nordosten (für eine bessere Verteilung im Ort) und die Sanierung der Grundschule am Eichkamp (Angelegenheit der Samtgemeinde). Zudem möchte man etwa mit einer Trendsportanlage und Indoor-Konzepten die Freizeitangebote für Jugendliche stärken und ausbauen. Eine Schlüsselmaßnahme: „Die an den Jugendtreff angegliederten Außenbereiche bieten Potenzial für eine Weiterentwicklung zu einem multifunktionalen Freiraum. Als wichtiger Impuls zur Stärkung des Standortes soll zum Beispiel die Skateanlage fertiggestellt werden“, heißt es im Katalog.

Verkehr

Ganz oben in Sachen verkehr steht ein integriertes Verkehrskonzept für Sottrum. Nachhaltige und sichere Mobilität für alle Verkehrsteilnehmer und -arten ließen sich nur auf integrierte und alle Ortslagen und Anbindungen einbeziehende Weise erreichen, heißt es. In den Entwicklungsprozess sollen die Bürger sowie die wichtigen Akteure einbezogen werden. Auch die Bundesstraße 75 steht im Fokus. Nicht nur soll ihre Überquerung sicherer werden, ausgehend vom ehemaligen Schützenhof sowie dessen Umfeld sollen die verkehrsgünstig gelegenen Flächen entlang der B75 einer gewerblichen Nutzung zugeführt werden. Ebenfalls im Katalog: Fuß- und Radwegenetz wird verbessert, der Bürgerbus gestärkt und der Bahnhof an die Gewerbegebiete besser angebunden.

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