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Erstmals kommt der Gemeindeausschuss „Sottrum 2030“ zusammen

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Von: Nina Baucke

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Rathaus Sottrum
Das Personal im Rathaus soll demnächst um einen Stadtplaner aufgestockt werden. © Baucke

Zum ersten Mal ist in Sottrum der Ausschuss „Sottrum 2030“ zusammengetreten. Auf der Tagesordnung: das Einzelhandelskonzept sowie das integrierte Verkehrs- und Entwicklungskonzept. Beim Letzteren stellte der Ausschuss noch weiteren Nachholbedarf fest.

Sottrum – Wie wird sich der Einzelhandel in Sottrum in den kommenden Jahren entwickeln, und welche Maßnahmen sind mit Blick auf den Straßenverkehr notwendig? In beiden Bereichen steht die Gemeinde Sottrum am Beginn eines großen Veränderungsprozesses. Erstmals hat nun der Gemeindeausschuss „Sottrum 2030“ getagt, der zu Beginn der neuen Wahlperiode eingerichtet worden war. Allerdings hinter verschlossenen Türen, da auch die dort besprochenen Konzepte noch nicht öffentlich sind.

Bekannt ist: Die zentralen Versorgungsbereiche sollen klar abgegrenzt sein. Mit einem Einzelhandelskonzept will die Gemeinde Sottrum regeln, was im Ortskern verkauft werden darf und was nicht. „Beispielsweise ist die Ansiedlung eines Elektrogroßhandels oder Möbelhauses im Ortskern nicht möglich“, verdeutlicht Gemeindedirektor Holger Bahrenburg. „Da wollen wir auch künftig klar abgegrenzte Bereiche haben.“ Dazu kommt der spezielle Blick auf das Einkaufsareal Lienworth. Ausschussmitglied Reiner Loss (CDU) hatte in diesem Fall einen Workshop angeregt, „etwas, dass ich mir gut vorstellen kann“, so Bahrenburg.

Noch Baustellen im Verkehrskonzept

Noch einige Baustellen bietet zudem das integrierte Verkehrs- und Entwicklungskonzept. „Da werden wir als nächsten Schritt verwaltungsseitig die verschiedenen Aufgaben und Maßnahmen priorisieren und in kurz- mittel- und langfristige Maßnahmen einteilen“, kündigt Bahrenburg an. Das beträfe vor allem langfristige Maßnahmen, „dort gibt es oft sehr viele Beteiligte – Behörden, Anwohner, aber auch eventuell betroffene Grundstückseigentümer“. Allerdings seien zahlreiche der notwendigen Maßnahmen deckungsgleich mit dem, was ein Planungsbüro in der vergangenen Woche im Mobilitätskonzept für die Samtgemeinde angeführt hatte. Dazu kommt, dass das Konzept zwar den Ist-Zustand abbildet. „Aber die Frage ist, was ist in der Zukunft? Wie Sottrum sich entwickeln könnte, ist da noch nicht abgebildet“, so Bahrenburg.

Grundsätzlich sei ihm bei der Erstellung des Konzepts wichtig gewesen, dass beide Planungsbüros – das für das Mobilitätskonzept und das für das integrierte Verkehrs- und Entwicklungskonzept – im Austausch miteinander stehen, so Bahrenburg. „Dennoch gibt es da einige Punkte, die jetzt noch nachgearbeitet werden.“

Es gibt viele gute Ideen für Sottrum, die der Stadtplaner dann prüfen kann.

Holger Bahrenburg

Den anstehenden Veränderungen, die der Gemeinde Sottrum mit dem „2030“-Konzept bevorstehen, aber auch den Anforderungen – besonders im Fall zahlreicher alter Bebauungspläne in den anderen Mitgliedsgemeinden – will auch die Samtgemeinde Rechnung tragen: Gerade ist die Bewerbungsfrist für die neue Stelle des Stadtplaners abgelaufen, die die Kommune ausgeschrieben hatte. „Im Zuge der Schnittstellenoptimierung wollen wir uns da professioneller aufstellen“, macht Bahrenburg deutlich. Der Stadtplaner wird sich zwar auch mit „Sottrum 2030“ beschäftigen, aber auch „die Mitgliedsgemeinden bespielen“, betont Bahrenburg, Gemeindedirektor und Samtgemeindebürgermeister in Personalunion. Denn in der Entwicklung Sottrums klingen erste städtische Strukturen an, „auch wenn wir natürlich ein Dorf bleiben wollen“. Vor allem in der Bauabteilung erhoffen er und das Team der Verwaltung sich Entlastung. „Denn den städtebaulichenrechtlichen Anforderungen gerecht zu werden, ist mit dem aktuellen Personal nicht mehr zu schaffen“, so Bahrenburg. „Denn Themen wie ,Sottrum 2030‘, die B-Pläne, die Solarparks kann nicht einfach so nebenbei machen.“

Der Start des Stadtplaners im Rathaus soll dann so schnell wie möglich sein. „Es gibt viele gute Ideen für Sottrum, die der Stadtplaner dann prüfen kann“, sagt Bahrenburg. „Das ist dann für uns der Schlüssel für die konkreten Maßnahmen.“

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