Escape Room des TV Sottrum punktet mit Kreativität und Liebe zum Detail

Das Rätsel der Sprossenwand

Nach gezieltem Wurf durch den Reifen offenbaren sich den beiden Studierenden weitere Hinweise.
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Nach gezieltem Wurf durch den Reifen offenbaren sich den beiden Studierenden weitere Hinweise.

Finte oder Fährte? Vor dieser Frage stehen die Teilnehmer des ersten Escape Rooms des TV Sottrum. Innerhalb einer Stunde müssen sie zahlreiche Rätsel lösen, um einen Code zu knacken und sich aus der Turnhalle zu befreien – ein großer Spaß für die ganze Familie. 

Sottrum – Die Übungsleiterin ist längst gegangen, die Stahltür fällt zu und die Sportler sind in der Turnhalle gefangen: Dieses Szenario erlebten am Wochenende gleich mehrere Kleingruppen. Was klingt wie ein Albtraum, war für die rund 50 Teilnehmer des ersten „Escape Room“ des TV Sottrum allerdings das reinste Vergnügen, hatten sich die „Masterminds“ hinter dem kultigen Knobelevent Anneke Sachse und Kirstin Lünzmann doch allerlei Aufgaben und Rätsel einfallen lassen, um die Suche nach dem Schlüssel zum kommunikativen Gruppenspaß zu machen.

Der Eingang durchs Matten-Labyrinth: Ein stilvoller Beginn des Turnhallen-Abenteuers.

Eine Stunde hatte jede der zehn Gruppen am Samstag und Sonntag mit bis zu fünf Teilnehmern Zeit, den zahlreichen Rätseln und versteckten Hinweisen auf die Schliche zu kommen und den Code für den im XL-Bällebad versteckten Tresor zu knacken.

Schon die Ankunft durch die aus der langen Bodenturnbahn gebaute Schnecke macht Spaß – „Wahnsinn, was man aus einer Turnhalle alles machen kann!“, meint die 22-jährige Hannah aus Scheeßel, die mit Freund und Schwester den Parcours durchläuft. Ihre Schwester Lotta staunt über die Kreativität, mit der die Geräte von der Turnbank bis zum Schwungtuch zweckentfremdet wurden. Denn im Unterschied zu den professionellen Anbietern haben die beiden jungen Organisatorinnen, die seit Monaten „aus Spaß an der Freude“ planen, den Fundus und die Gegebenheiten der Halle genutzt: So kann der entscheidende Hinweis in einem mit Rollbrett befahrbaren Mattentunnel stecken oder auch mal in einem Ring unter der Decke hängen, der mit einem selbst gebastelten Wurfgeschoss heruntergeholt werden muss.

Der Regenschirm an der Sprossenwand: ein wichtiges Werkzeug oder eine falsche Fährte? „Au Mann, dass wir dazu so lange brauchen – fast peinlich“, stöhnen die drei Studierenden beim Puzzle aus 24 Teilen. Lünzmann und Sachse genießen es, den Gruppen von Horstedt bis Lauenbrück, von der Familie über Freundesgruppen bis zum Kindergeburtstag beim Lösen ihrer Aufgaben zu beobachten: „Die Gruppen gehen da ganz unterschiedlich ran“, hat Sachse festgestellt, „jeder denkt anders und bringt andere Fähigkeiten ein. Lünzmann ergänzt: „Zuerst mussten wir uns zurückhalten, um nicht zu früh einzugreifen.“ Die beiden sind „Überbleibsel“ des „J-Teams“ im Verein, das unterschiedliche Aktionen ersann, um gezielt jugendliche Vereinsmitglieder anzusprechen.

Gar nicht so einfach für Hannah (v.l.), Johannes und Lotta, die Teile in die richtige Reihenfolge zu bringen.

Da ertönt die Triangel. Das heißt: Hier ist ihre Hilfe gefragt. Schon ist einer der vier umschichtig anwesenden Helfer zur Stelle. „Habt Ihr auch wirklich alle Ü-Eier geangelt?“, so der Hinweis. Die Jagd gegen die Zeit kann weitergehen. Johannes, Psychologiestudent aus Lüneburg, stößt einen Triumphschrei aus. Er hat das fehlende Puzzleteil im Fässerfeld entdeckt. Derweil fragen sich Lotta und Hannah, ob Stepper und die von der Decke baumelnden Klettergurte nur Deko sind oder gar versteckte Hinweise. Auch das macht den Charme der Location aus: In der Turnhalle kann man zunächst viel übersehen. Nach einer halben Stunde setzt Musik ein, deren immer schnellere Beats die Suchenden antreiben. Auch wenn alle wissen, dass es hier um nichts geht: Den Adrenalinpegel treibt es dennoch nach oben.

Nach gut einer Stunde haben die drei alle Codes beisammen. „Das sind aber viele Einsen“, stellt Lotta fest. Kein Wunder – die achtstellige Zahl, die den Tresor mit dem Schlüssel zur Freiheit öffnet, ist das Gründungsdatum des Sportvereins mit derzeit 1900 Mitgliedern. Dass das aufwendige, liebevoll gestaltete Knobelvergnügen zwischen Barren, Bällen und Bänken nichts kosten soll, können viele Besucher kaum glauben. Ein Heidenaufwand sei es schon gewesen, „aber macht auch Spaß – und eine gute Werbung für den Verein ist es ja auch“, meinen die beiden kreativen Köpfe. Ob es so etwas mal wieder gäbe, will eine Besucherin wissen. Ideen hätten die beiden jedenfalls genug.

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