Erster Entwurf in Horstedt ist fertig / Teilnahme von Bürgern und Behörden

Bürgermeister beteiligt sich an Planung fürs Baugebiet

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Die Ratsmitglieder in Horstedt beschäftigen sich mit dem geplanten Baugebiet „Bei den Doren“.

Horstedt - Von Antje Holsten Körner. Das Baugebiet „Bei den Doren“ nimmt konkrete Formen an. Während der jüngsten Horstedter Ratssitzung präsentierte Planer Udo Lohreit vom Bremer Büro „Instara“ eine Skizze und Vorschläge für die textlichen Festsetzungen.

Schon im Vorfeld hatte der Planer mit Bürgermeister Michael Schröck (SPD), hauptberuflich Architekt, einen Entwurf zu Papier gebracht, der durch eine Ringstraße mit wenig Straßenfläche auskommt. Nach dieser Zeichnung könnten gut 30 Häuser ihren Platz im Baugebiet, das an die Nartumer Straße grenzt, finden. Auf der Skizze waren sogar insgesamt 35 Grundstücke mit Größen zwischen 314 und 990 Quadratmetern eingezeichnet.

Im schriftlichen Teil machte der Planer aber den Vorschlag, die Mindestgröße bei Einfamilienhäusern auf 650 Quadratmeter und bei Doppelhaushälften auf 500 Quadratmeter festzulegen. Genauso wie die Firsthöhe von höchstens 8,50 Metern, die Straßenbreite von sieben Metern und die Grundflächenzahl von 0,4 sind dies alles nur Anregungen. „Ich stelle nicht das fertige Gericht vor, sondern Sie kochen alle mit“, wandte sich Lohreit an die Ratsmitglieder.

Während es gilt, viele Bestimmungen im Laufe des Verfahrens festzuzurren, möchte der Gemeinderat potenziellen Häuslebauern viele Freiräume gewähren. So soll die endgültige Aufteilung der Grundstücke nach den Wünschen der Bauherren erfolgen. Zwar könnte der Rat die Farben der Pfannen auf Rot, Rotbraun und Anthrazit beschränken, aber Vorschriften zu Dachneigungen soll es nicht geben. „Es soll jeder bauen, was er möchte“, sagt Michael Schröck. So dürften auch Häuser mit Flachdächern entstehen.

Der nächste Schritt ist eine frühzeitige Beteiligung von Bürgern, Behörden und Träger öffentlicher Belange. Dafür schlug Udo Lohreit vor, nur mit der Skizze und einer Kurzbegründung, in der auf die Immissionen und ein Konzept zur Oberflächenentwässerung eingegangen wird, in die Diskussion zu gehen. „Noch haben Sie als Rat auf alles Ihre Hand, nichts ist fix, alles ist noch justierbar“, betonte Burkhard Lichtblau, Geschäftsführer von „Instara“.

Thomas Hübner (SPD) wandte sich mit der Frage an die Planer, wann mit dem ersten Spatenstich zu rechnen sei. „Das ist die Gretchenfrage“, übernahm Lichtblau, „wenn man sich traut, kann man in einem Jahr sagen.“ Zwar betragen die reinen Beteiligungszeiten nur drei Monate, doch dabei seien aus der Bauleitplanung anzufertigende Gutachten oder andere Auflagen, Unsicherheitsfaktoren, die viel Zeit kosten könnten. „Es kann aber auch sein, dass die Leute schon in einem Dreivierteljahr ihre vorläufige Genehmigung in der Hand halten“, sagte Lichtblau. Um den Horstedter Bürgern schon bald Bauland anbieten zu können, beschloss der Rat einstimmig, den Vorentwurf ins weitere Verfahren zu schicken.

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