„Fährhaus“ spielt am Vorabend des „Ahauser Herbstes“ und präsentiert auch neue Songs

Erst am Ende kommt Partystimmung auf

„Fährhaus“ spielt live am Vorabend des Ahauser Herbstes“. Doch der Funke will nicht so recht überspringen. J Foto: Diercks

Ahausen - Zum guten Ton vom „Ahauser Herbst“ gehören mittlerweile die musikalischen Einlagen. Bevor die Kunsthandwerker den Saal des Ahauser Hof besiedeln konnten, war dort am Freitagabend ein Konzert mit „Fährhaus“ über die Bühne gegangen. Das Publikum begrüße es, dass der Konzertabend in Ahausen und nicht im Mehrzweckgebäude Eversen stattfand.

Passend zum Thema Herbstmotto „schwarzweiß“ hatten sich die Bandmitglieder von Fährhaus gekleidet. Wem es vielleicht auffiel: Die Holzinnenverkleidung des Saales trägt ebenfalls diese Farbkonstellation. Bandmitglied Christoph Wüstefeld (Bass und Gesang): „Wir haben nur eine kleine Anlage, eigentlich zu klein für diesen Saal.“ Davon war allerdings nichts zu merken. Sie füllte mühelos den Raum. Schade nur, dass es zu akustischen Unschärfen kam und häufig die Texte der Songs nicht zu verstehen waren. Die Band hatte sich übrigens dazu entschieden, sich nicht auf der Bühne zu präsentieren, sondern sich auf eine Ebene mit dem Publikum zu begeben.

Immer schwierig zu planen für diesen Abend: Sitzplätze anbieten – ja oder nein? Oder lieber nur Bistrotische aufstellen und viel Platz zum Tanzen lassen? Die Crew vom Ahauser Hof hatte einfach alles dabei. Sitzgelegenheiten pur, an Tischen, Tanzfläche und ein paar Bistrotische. Der Großteil des Publikums zog es vor, Platz zu nehmen. Und dabei blieb es. Nur wenige riss die Musik von den Stühlen. Nur zwei etwa zwölfjährige Jungs rockten ab der Pause fast ausnahmslos den Saal und hatten dabei offensichtlich viel Spaß.

Geboten wurde viel Deutschpop, mal funkig, mal soulig, mit viel Herzschmerz und Klischees und oft im selben Beat. „Ich glaube, unser Programm ist breit. Es gibt so viele Nuancen von schwarz, so viele Nuancen von weiß. So ist auch unser Programm“, sagte Sängerin und Songwriterin Marita Boettcher. Zu hören waren am Freitagabend nicht nur Songs, die auf der aktuellen CD „Wir können auch anders“ der Band verewigt sind, sondern darüber hinaus auch ein paar neue Stücke. Dennoch schien nicht so richtig der Funke auf das Publikum überzuspringen. Erst kurz vor dem Ende des Konzertes besserte sich die Situation, da kam dann doch noch ein wenig Partystimmung auf.

Glücklich verkündete Marita Boettcher während des Abends ihre Teilnahme beim deutschen Rock- und Pop-Preis. Sie hätten sich nur aus Spaß beworben und niemals damit gerechnet. Die CD wurde ebenfalls nominiert und geht ins Rennen um das beste deutschsprachige Album des Jahres.

Wer „Fährhaus“ dabei live unterstützen möchte, bekommt Freikarten für die Veranstaltung am 10. Dezember in der Siegerlandhalle in Siegen (Nordrhein-Westfalen).  

bd

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