Am Ende lacht allerdings die SPD

CDU gewinnt in der Samtgemeinde Sottrum

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Die Wahlbeteiligung in der Samtgemeinde Sottrum lag am Sonntag bei 66,39 Prozent. Hier in Reeßum gingen allerdings lediglich 60,56 Prozent der Wahlberechtigten an die Urne.

Sottrum - Von Matthias Röhrs. „Zu wenig Zeit“, fasst der Sottrumer CDU-Ortsverbandsvorsitzende Helmut Intemann die Wahl nüchtern zusammen. Zwar hat seine Partei in der Samtgemeinde mit 34,51 Prozent die meisten Stimmen geholt, doch die Niederlage auf Landesebene überschatte dies. Der Wahlsieger dort, die SPD, kam an der Wieste auf 32,8, die Grünen auf 10,52, die FDP auf 9,68, die Linken auf 4,12 und die AfD auf 5,22 Prozent.

Folgt man den Worten Intemanns, ist der frühere Wahltermin den Christdemokraten zum Verhängnis geworden, denn ursprünglich sollte die Landtagswahl erst im Januar 2018 stattfinden. Doch bis Sonntag, bereits drei Wochen nach der Bundestagswahl, sei einfach zu wenig Zeit gewesen. So habe der CDU-Spitzenkandidat Bernd Althusmann sein Programm nicht ausreichend vorstellen können, zudem habe der Dauerwahlkampf mit Bundes- und Landtagswahl auf die Motivation der Helfer gedrückt. „Irgendwann muss auch mal Zeit für die Familien sein“, sagt Intemann. Letzten Endes sei alles „eine Verkettung unglücklicher Umstände“ gewesen.

Gerd Helms, Ortsverbandsvorsitzender der SPD, ist nach dem Wahlsieg seiner Partei verständlicherweise wesentlich besser aufgelegt. „Richtig klasse“, sagt dieser lachend. In den Wochen vor der Wahl habe man lange keine eindeutige Richtung feststellen können, daher freue er sich jetzt umso mehr. Sollte es für eine rot-grüne Mehrheit nicht reichen, hoffe er, dass sich die FDP entgegen vorheriger Aussagen doch noch auf eine sogenannte Ampelkoalition mit der SPD und den Grünen einlässt. Denn das Ergebnis zeige ja, dass der CDU-Kandidat Althusmann nicht im Sinne der Wähler sei, so Helms.

Das gute Abschneiden führt er auch auf die bisherige Regierungsarbeit unter SPD-Ministerpräsident Stephan Weil zurück. „Der beste Wahlkampf ist immer noch gute Politik“, sagt Helms. Und das sei in den vergangenen Jahren der Fall gewesen.

Zweikampf zulasten „der Kleinen“

Sowohl die Grünen als auch die FDP in der Samtgemeinde Sottrum haben den Grund für ihr schlechteres Abschneiden als 2013 gefunden. Der Zweikampf zwischen den beiden „Großen“ – SPD und CDU – hätte gerade den kleineren Parteien Stimmen gekostet. „Es war ein Kopf-an-Kopf-Rennen, und leider hat es auch die FDP erwischt“, sagt Andreas Zack, der Sottrumer Ortsverbandsvorsitzende der Liberalen.

Auch Lühr Klee von den Grünen nennt dieses „Ringen“ als Grund. Das reiche aber nicht als Erklärung für den Stimmverlust seiner Partei, sagt er. Gerade in der Landwirtschaftspolitik sei es nicht gelungen zu kommunizieren, dass es auch um die Verbraucher gehe. Überhaupt habe er im Wahlkampf erkannt, dass viele Wähler nicht mehr genau wüssten, wofür die Grünen eigentlich stünden.

Mit kleinen Schritten geht es für die Linken voran. Das sagt zumindest Jochen Richert von ihrem Kreisvorstand. Er sei einerseits enttäuscht, dass seine Partei es zum wiederholten Male nicht über die Fünf-Prozent-Hürde geschafft habe, dafür könne er auf die Zuwächse verweisen, die seine Partei wieder gemacht habe. „Jedes Jahr legen wir ein bisschen zu“, sagt Richert. Dennoch könne Die Linke mit dem Ergebnis nicht zufrieden sein.

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