Teilnehmer bereiten sich auf Wettbewerb am nächsten Samstag vor

Endspurt bei „Drum-Sottrum-Drum“

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Die Gruppe vom Autohaus Hesse nutzt zum Trommeln Dinge aus ihrem Arbeitsumfeld.

Sottrum - Von Heidi Stahl. Anfang des Jahres hat die Samtgemeinde unter der Regie der Kulturinitiative Sottrum den Musikwettbewerb „Drum-Sottrum-Drum“ ausgeschrieben.

Mit dem Ziel, den Zusammenhalt der hier ansässigen Firmen und Vereine zu stärken und auch „musikferne“ Gruppen zu motivieren, wurden Preise in Höhe von 1. 000 Euro von der Kommune ausgelobt.

Für den Wettbewerb am Samstag, 23. September, im Heimat- und Kulturhaus (HuK) Hellwege haben sich nun sechs Gruppen herauskristallisiert: Aries Umweltprodukte (Horstedt), Autohaus Ottens (Sottrum), JFK Historische Landmaschinen (Stapel), Autohaus Hesse (Sottrum), der Tafel/Asylkreis (Sottrum) und der TuS Hellwege.

Unter der Anleitung von professionellen Rhythmuslehren bereiten sich die Teilnehmer seit einiger Zeit auf ihren Auftritt vor. Ein Besuch bei einer Probe im Autohaus Hesse zeigt, dass mit Fantasie und Motivation vieles möglich ist. Mitten in der großen Ausstellungshalle treffen sich nach einem vollen Arbeitstag fünf begeisterte Trommler mit dem Drummer und Rhythmuslehrer Gerd Seemann, der Erfahrungen aus spontanen Drummer-Events in Kuba mitbringt.

Aus allen Abteilungen der Firma kommen die Kollegen, die Spaß an diesem unkonventionellen Musikerlebnis haben. Ortrud Tomhave kommt aus der Verwaltung, Cord Holsten, der große Motivator der Gruppe, arbeitet im Teiledienst, André Holsten ist Administrator und war einmal in einem Spielmannszug aktiv, Burhan Alpecin ist Azubi in der Werkstatt und hat sich schon privat an allen möglichen Instrumenten versucht, und auch die Chefin Rieke Hesse lässt es sich nicht nehmen, bei diesem Event dabei zu sein. Richtige Musikerfahrung haben die wenigsten, aber mit fantasievollen Instrumenten aus ihrer Arbeitswelt haben alle großen Spaß an der Sache, und Gerd Seemann versteht es, mit nur kleinen Vorschlägen und Anweisungen, ihre eigene Kreativität und Fantasie anzufeuern.

Wettbewerb soll Zusammenhalt stärken

Auf Karosserieteilen, Fässern und Motorteilen entstehen mit selbst gebastelten Schlagstöcken und Klöppeln aus Holzstäben, die mit Putzlappen und Klebeband zum Drummerbesteck werden, unerwartete Töne. Angesteckt von der Begeisterung seiner Mitarbeiter hat Seniorchef Friedrich Hesse eigenhändig die Aufhängevorrichtungen für die Trommeln aus Autofelgen und und Metallstreben zusammengelötet. Je länger diese dritte Probe für den Wettbewerb dauert, desto besser klappt das Zusammenspiel und ein stabiler Rhythmus entsteht, der vor allem die beiden Frauen mit Körpereinsatz wie beim Karneval in Rio temperamentvoll mitschwingen lässt.

Lachen erfüllt die Halle mit den vielen Autos und Kollegen, die erst später Feierabend machen, bleiben auf dem Nachhauseweg lauschend stehen. Rieke Hesse sagt auch, dass so eine außerbetriebliche gemeinsame Aktion den innerbetrieblichen Zusammenhalt stärkt und sich sehr positiv auf das Betriebsklima auswirkt. Genau solche Effekte wollte die Kulturinitiative Sottrum mit ihrem Konzept, das sich ausdrücklich an nicht-professionelle Musikmacher richtet, erreichen.

Bei der Probe wird aus dem anfänglich unkoordinierten Ausprobieren eine richtige Komposition, die mit dem Anzählen des Takts „drei und vier“ und Ansingen mit „bo bo bo, da da da“ immer wieder wiederholt wird. Der Rhythmus greift auf alle über, sie schauen sich an und strahlen über das ganze Gesicht, die Trommelschläge werden lauter und lauter und schneller und schneller, Soli werden eingebaut und freie Improvisationen finden ihren Lauf. Der gleiche Effekt wird sich auch bei den anderen Gruppen, die auch jede durch ihren eigenen Rhythmuslehrer angeleitet werden, einstellen, wie bei der hier beispielhaft ausgewählten und geschilderten Gruppe vom Autohaus Hesse.

Man kann sich auf den Ausscheidungsabend am Samstag, 23. September, ab 18 Uhr im HuK Hellwege freuen. Die Sieger werden durch eine reine Publikumsabstimmung ausgewählt.

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