Eltern nehmen Notdienst in den Kindergärten der Samtgemeinde Sottrum gut an

Viel los trotz Ferien

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Kathrin Schwaan (hinten links) und Erzieherin Bianca Elzholz nehmen sich in den Ferien Zeit für die Kleinen.

Sottrum - Von Tobias Woelki. Die Sonne scheint und schon von Weitem ist das Lachen der Kinder zu hören. Eigentlich nichts ungewöhnliches auf dem Außengelände der Kindertagesstätte Pusteblume in Sottrum. Die Jüngsten toben umher oder baggern in der Sandkiste – unter den Augen zweier Erzieherinnen. Alles wirkt wie immer. Aber nur fast. Denn es sind Sommerferien.

Viele Kinder sind in diesen Tagen mit den Eltern im Urlaub. Doch wenn die Eltern berufstätig sind und die Großeltern nicht vor Ort wohnen, gilt es, eine andere Betreuung für den Nachwuchs zu finden wenn der Kindergarten für die Ferienzeit schließt.

Die Gemeinde Sottrum hat daher vor mehr als sechs Jahren reagiert und zu Beginn der Sommerferien einen Notdienst eingerichtet. Diesen organisieren die Kindergärten Kunterbunt in Stuckenborstel, sowie die Sottrumer Einrichtungen Wieste-Kindergarten und Kindergarten Pusteblume mit dem Zusatzangebot einer Krippe eigenständig in Abstimmung mit der Gemeindeverwaltung.

„Bis zum Jahr 2006 waren die Kindergärten in der Gemeinde vier Wochen am Stück geschlossen. Die berufstätigen Eltern mussten zusehen wie sie die Betreuung regeln. Doch weil sich das Familienbild gewandelt hat, immer mehr berufstätig Alleinerziehende sich um die Kinderbetreuung kümmern müssen oder aber beide Eltern im Beruf stehen, hat der Gemeinderat beschlossen, einen Notdienst einzurichten“, erklärt Bürgermeister Hans-Jürgen Krahn (CDU). Und: „Es ist eine richtige Entscheidung, die sich jedes Jahr immer wieder bestätigt, weil die Eltern das Angebot annehmen.“

Zwei Wochen lang jedoch bleiben die Kindergärten dicht, „weil unsere Erzieher eine Erholung brauchen und wir die Zeit für Unterhaltungsmaßnahmen und Grundreinigungen der Einrichtungen benötigen“, so Krahn. Wo der Notdienst in den Sommerferien angeboten wird, regeln die Einrichtungen selbst. „Melden Eltern neben Kindergartenkindern ein Krippenkind an, bieten wir den Notdienst bei uns in den Räumen der Pusteblume an, weil wir als einzige in der Gemeinde eine Krippe haben“, berichtet Leiterin Kathrin Schwaan. „Ansonsten, je nach Meldezahlen aus den anderen Einrichtungen, findet der Notdienst im Kunterbunt- oder Wieste-Kindergarten statt“, so Schwaan. Und: „Bereits im Februar ermitteln wir den Bedarf, um rechtzeitig und flexibel planen zu können.“

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