EU-Schulobstprogramm an der Grundschule Horstedt

Eine Wundertüte voll Frische

Julia Guth (hinten v.l.) und Ariane Bremer vom Schulförderverein freuen sich gemeinsam mit Schulleiterin Annette Römer (r.) über die Teilnahme am Schulobstprogramm der EU. - Foto: Tisemann

Horstedt - Von Jessica Tisemann. Ob Apfelteiler, Küchenmesser, Brettchen oder Orangenschäler – all das können die Jungen und Mädchen der Löwenzahn-Grundschule in Horstedt ab diesem Schuljahr nutzen. Zusätzlich dazu kommt jeden Dienstag eine frische Ladung Obst und Gemüse – eine kleine Wundertüte, auch für die Lehrer, denn die erfahren auch erst am Tag selbst, was der Lieferant alles dabei hat.

Doch was soll die ganze Aktion? Die Löwenzahn-Grundschule ist seit diesem Schuljahr Teil des Schulobstprogramms, das von der Europäischen Union (EU) gefördert wird. Dafür hat Schulleiterin Annette Römer ihre Einrichtung bereits im vergangenen Jahr angemeldet. Und da kam einiges zusammen.

„Das Programm ist unheimlich begehrt“, berichtet Römer. Im vergangenen Jahr war die Schulleiterin zu spät dran, um noch einen Platz in dem EU-Programm zu bekommen. Außerdem würden die Verantwortlichen darauf achten, was für Schulen sich bewerben. „Ihnen ist es schon wichtig, dass man zum Beispiel bereits Umweltschule ist oder einige Aktionen mit den Landfrauen unternimmt“, so Römer. Da sei einiges im Vorfeld auszufüllen gewesen.

Der Förderverein mit Ariane Bremer, Julia Guth, Susanne Bargfrede und Luisa Martin unterstützt die EU-Aktion – von dort kommt zum Beispiel das ganze Werkzeug. Und auch ein paar Euro aus dem Schuletat sind in die Beschaffung der Plastikkisten geflossen, in denen die Materialien gemeinsam verstaut sind.

Die Lebensmittel gibt es von der Firma „Das Gemüseabo“ aus Dörverden. 300 Gramm pro Kind und Woche kommen dann jeden Dienstag in der Schule an. In dieser Woche gab es Möhren, Wassermelonen und Nektarinen – meist als Ergänzung zum Frühstück. Die Obst- und Gemüsesorten wechseln, auch je nach Saison. Eine kleine Anekdote haben die Schulleiterin und die Mitglieder vom Förderverein auch schon zu berichten. „Es gab mal zwei Wochen hintereinander Tomaten“, erzählt Guth. „Da mussten die Lehrer sich dann schon was einfallen lassen“, ergänzt Römer. So gab es also einmal selbstgemachte Tomatensoße mit Nudeln und einmal Pizza. Da konnten sich die Schüler auch wieder mit den Tomaten anfreunden.

Römer könnte sich vorstellen, auch im kommenden Jahr wieder bei dem Programm dabei zu sein – denn die Teilnahme müsse jedes Jahr aufs Neue beantragt werden. Römer: „Die Aktion kommt super bei den Kindern an, und sie haben so die Möglichkeit, auch mal etwas Neues auszuprobieren.“

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