„Kleiner Mann“ offiziell eingeweiht

Eine Stele für die Wassermühle

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Sottrums Bürgermeisterin Christa Kirchhof nimmt die Stele „Kleiner Mann“ von Künstler Wolfgang Czelinski aus Vahlde entgegen. Sie steht künftig hinter der Wassermühle in Stuckenborstel – mit Blick auf die Wiesen. 

Stuckenborstel - Von Mareike Bannasch. Ein kleiner Mann, gebeugt von der Last einer geldgierigen Oberschicht ohne Herz – eine Gesellschaftskritik der etwas anderen Art können Besucher und Sottrumer ab sofort an der Stuckenborsteler Mühle bewundern.

Dort hat seit Donnerstag eine 2,50 Meter hohe Stele ihren Platz bekommen. Dass das Kunstwerk überhaupt in die Gemeinde gekommen ist, ist dem Projekt „Kunst zu Kunst“ der Gesundregion Wümme-Wieste zu verdanken.

„Die Kunstwerke sollen eine Verbindung zwischen den Orten und Menschen schaffen“, ging Sottrums Bürgermeisterin Christa Kirchhof (SPD) bei der feierlichen Übergabe noch einmal auf Sinn und Zweck der Aktion ein. Sie hatte die Stele „Kleiner Mann“ zusammen mit Markus Luckhaus, Siegfried Gässler und Lühr Klee für den Punkt an der Mühle ausgewählt. Eigentlich sollte das Werk direkt vor dem Gebäude stehen, nach Gesprächen mit dem Heimat- und Mühlenverein entschied sich die Kommission aber für den jetzigen Standort. „Die hätten sonst Probleme beim Mühlenfest bekommen, weil die Stele den Platz wegnimmt“, verdeutlichte Kirchhof.

Verantwortlich für „Kleiner Mann“ ist übrigens Wolfgang Czelinski aus Vahlde. Er hat das Kunstwerk aus einem Eichenstamm gespalten. Allerdings nicht mit einer Kettensäge, sondern mit Stechbeitel und Klüpfel. „Es ist alles in Handarbeit entstanden. Ich habe dafür zwischen 35 und 40 Stunden gebraucht“, erklärte der Künstler. Damit die große Stele auch den Witterungen standhält, behandelte Czelinski sie nach der Feinarbeit mit Lasur und Acrylfarbe. Außerdem bekam sie ein Metalldreibein, das Mitarbeiter des Bauhofes in einem Betonbett verankerten. Damit bleibt das Kunstwerk auch bei starkem Wind standfest.

Für Wolfgang Czelinski ist „Kleiner Mann“ die erste Stele, die eine so große Öffentlichkeit zu Gesicht bekommt. Sonst sind die Arbeiten vor allem in Privatgärten und im „Garten der Sinne“ im Haus Wümmetal zu sehen. Auslöser für den Kontakt zu dem Vahlder Künstler war übrigens die Ausstellung in der Kunsthochschule Ottersberg. Dort schauten sich die Mitgliedsgemeinden der Gesundregion alle Skulpturen des Wettbewerbs an und wählten ihren Favoriten aus. Das taten auch die Sottrumer –  und „Kleiner Mann“ machte das Rennen. Er ist übrigens nicht das einzige Kunstwerk für die Gemeinde, Everinghausen bekommt auch noch eins.

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