Gemeinde Hellwege richtet Wettbewerb aus

Kindergartenumbau: Eine von fünf Arbeiten bekommt den Zuschlag

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Der Kindergarten im Gebäude der alten Schule soll neu gestaltet werden.

Hellwege - Von Farina Witte. Der Kindergarten der Gemeinde Hellwege soll renoviert und eine Krippe neu angebaut werden. Hellweges Bürgermeister Wolfgang Harling (SPD) stellte auf der Ratssitzung am Mittwochabend das Raumkonzept für die Neugestaltung vor, das von der Arbeitsgemeinschaft (AG) Kindergarten entwickelt wurde. Ein Architektenwettbewerb soll nun die gestalterische Umsetzung des Umbaus klären. Ein Weg, mit dem die Gemeinde Neuland betritt, so Harling.

Die Hassendorfer Architektin Maren Reer wird den Wettbewerb koordinieren und hat den Ablauf während der Sitzung vorgestellt. Fünf Büros werden dazu eingeladen. Dazu sollen noch in diesem Monat die Unterlagen für die Auslosung verschickt werden. „Ein bis zwei Wochen später wird es ein Kolloquium im Kindergarten geben, zu dem wir die Teilnehmer des Wettbewerbs einladen werden“, erläutert Reer. Dort hätten sie dann die Chance, noch Fragen zu stellen und sich die Räume anzuschauen, „und dann hoffentlich tolle Arbeiten zu entwickeln.“

Die Abgabe der Arbeiten erfolgt anonym, damit sie unvoreingenommen bewertet werden können. Reer prüfe die Einsendungen, bevor sie an das Preisgericht gehen. „Ich kontrolliere dann, ob alle Formalitäten eingehalten wurden“, erklärt die Architektin.

Harling: „Hoffe, dass wir 2019 beginnen können“

Das Preisgericht werde sich voraussichtlich aus drei Sachpreisrichtern – dem Bürgermeister sowie zwei Ratsmitgliedern – und drei Fachpreisrichtern zusammensetzen. Der fachliche Teil der Jury bestehe aus Architekten und Ingenieuren. Zudem könnten der Bewertungskommission auch nicht stimmberechtigte Personen angehören. Dazu gehören die Kindergartenleitung, ein Elternvertreter und Reer selbst als Vorprüferin.

Die Gemeinde wird sich für eine Einsendung entscheiden, doch ein Preisgeld gibt es für alle. Der Sieger erhält 4 000, der Zweitplatzierte 2 500, der Dritte 1 500 Euro und die beiden weiteren Einsendungen 1 000 Euro als Anerkennung. „Später werden die Wettbewerbsarbeiten auch öffentlich vorgestellt“, so Reer.

Wenn die Auslosung wie geplant demnächst startet und etwa zwei Wochen später das Treffen im Kindergarten stattfinden kann, sei der Abgabetermin etwa Ende März. „Wenn wir in der ersten Hälfte des Jahres wissen, was wir wollen, hoffe ich, dass wir 2019 beginnen können“, sagt Harling zu dem weiteren Verlauf.

Hellweges Bürgermeister Wolfgang Harling und Architektin Maren Reer erklärten den Ratsmitgliedern den Wettbewerb.

Alle Teilnehmer des Wettbewerbs müssen für ihre Arbeit das geplante Raumkonzept beachten. Im bereits bestehenden Gebäude soll es zwei Gruppenräume geben, in denen 44 Kinder untergebracht werden können. Dazu kommt ein Bewegungsraum, ein Wasch- und Toilettenbereich, ein Garderoben- sowie ein Speiseraum sowie eine Küche. Auch Platz zum Abstellen von Geräten und Materialien soll geschaffen werden. 

Wichtig war der AG auch, dass zukünftig die Akustik in den Gruppenräumen verbessert wird. Im Neubau für die Krippe ist geplant, neben dem Gruppenraum für 15 Krippenkinder auch je einen Wasch-, Schlaf- und Garderobenraum zu schaffen. Außerdem sollen dort auch die Verwaltungsräume untergebracht werden. „Das hört sich alles viel an, aber viele Räume sind ja schon vorhanden“, gibt Harling zu bedenken. Diese müssten nur umgestaltet werden. Die Ratsmitglieder waren einstimmig für das vorgeschlagene Raumkonzept.

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