Ernten wie in alten Zeiten

Dreschfest lockt Hunderte Besucher nach Sottrum

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Ralf Bade mit dem Bautz-Mähdrescher. Dieser war in den 60er-Jahren einer der ersten fahrenden Mähdrescher überhaupt.

Sottrum - Von Tobias Woelki. Landwirtschaft, wie sie schon seit vielen Jahren nicht mehr praktiziert wird, stand am vergangenen Sonntag in Sottrum im Mittelpunkt. Der Verein Freunde alter Landmaschinen hatte zum Dreschfest auf seinem Vereinsgelände im Gewerbegebiet Barkhof eingeladen. Dort wurde alles rund um die historische Kornernte gezeigt.

Vor mehr als 70 Jahren sah der Alltag in der Landwirtschaft ganz anders aus als heute. Die Hilfsmittel waren einfach, die Arbeit mühsam und personalintensiv. Wie der Alltag auf dem Bauernhof damals aussah, präsentierten die Freunde alter Landmaschinen Sottrum bei ihrem Dreschfest. Der Verein bot buntes Programm für Alt und Jung. Bei angenehmen sommerlichen Temperaturen an dem Tag strömten die Besucher zum Fest. Sehr zur Freude des Vereinsvorsitzenden Hermann Bruns: „Über den gesamten Tag verteilt kommen die Besucher, es ist ein ständiges Kommen und Gehen“, sagte er am Rande der Veranstaltung. Mehrere hundert Neugierige, schätzte er, waren gekommen.

Horst Beinlich hat während des Dreschfestes Modelle alter Landmaschinen ausgestellt.

Auf großes Interesse stießen insbesondere die Vorführungen. So zeigten die Freunde alter Landmaschinen auf einem nahegelegenen Feld die Kornernte mit einem historischen Mähdrescher „Den Mähdrescher haben wir aus Garlstedt geholt. Er stammt aus dem Jahr 1963 und ist einer der ersten fahrenden Mähdrescher“, erklärte Bruns. Vorher hätten Schlepper die Maschinen gezogen. Dabei habe man mit der Sense vorher noch „anmähen“ müssen. Durchaus mühsam, aber immer noch leichter als einige Dekaden zuvor: „Bis in die 20er-Jahre des vorherigen Jahrhunderts haben die Menschen mit dem Dreschflegel gedroschen“, schilderte Bruns.

Der Vorsitzende der Freunde alter Landmaschinen, Hermann Bruns, präsentiert eine historischer Dreschmaschine.

Neben den Vorführungen präsentierte der Verein eine Ausstellung von historischen Haushaltsgegenständen. Ferner zeigten er und befreundete Clubs links und rechts der Zufahrt des Vereinsgebäudes mehr als 40 historische Schlepper von Lanz, Deutz oder Porsche.

Dreschfest in Everinghausen

Auf dem Vereinsgelände stellte zudem Horst Beinlich Dampfmaschinenmodelle aus. „Ich finde Dampfmaschinen mit ihrer alten Technik einfach faszinierend“, berichtete Beinlich. Nebenan war der Hellweger Hans-Werner Mattfeldt in seinem Element: Er fertigte ein Abschleppseil an und zeigte den Gästen wie früher Seile entstanden. Vier kleine Seilstränge verwickelte er zu einem großen Seil. „Das ist echt stabil“, so Mattfeldt.

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