Abgeordnete aus Bund und Land werden vorstellig

CDU-Neujahrsempfang  in Sottrum: Drei Neue und ein Ehrenwort

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Der Rotenburger Gemeindeverbandsvorsitzende, Kreistagsabgeordnete und neue Landtagsabgeordnete Eike Holsten trat als Hauptredner auf.

Sottrum - Von Matthias Röhrs. Die Christdemokraten haben genug. Beim Neujahrsempfang der Samtgemeinde-CDU am Freitagabend im Sottrumer Gasthaus Röhrs haben die Redner deutlich gemacht, was sie von einer möglichen Neuwahl des Bundestages halten würden: wenig. Die erste Wahl im September und die vorgezogene Landtagswahl haben Spuren hinterlassen.

Denn im Jahr 2017 hat die CDU in der Region alle Vertreter in Hannover und Berlin innerhalb weniger Wochen ausgetauscht. Zuerst im Bundestag, da Kathrin Rösel das Direktmandat des Wahlkreises Rotenburg I / Heidekreis an Lars Klingbeil und damit ihren Platz im Reichstag verlor. Christdemokratisches Wundenlecken also auch in Sottrum? Mitnichten, denn mit Oliver Grundmann aus dem Wahlkreis Rotenburg II / Stade habe man einen Fürsprecher für die Region in der Bundeshauptstadt, hieß es. „Er ist auch für uns im Südkreis der Ansprechpartner“, sagte etwa Helmut Intemann, Sottrums Gemeindeverbandsvorsitzende. Der Angesprochene aus Stade ließ es sich nehmen, selbst nach Sottrum zu kommen. Grundmann gab sein Ehrenwort, sich für den ganzen Landkreis einzusetzen.

70 Gästen aus Politik, Verwaltung und Gemeinde

Den Rotenburger Wechsel gab es aber auch in Hannover. Die beiden neuen CDU-Landtagsabgeordneten des Landkreises, Eike Holsten und Marco Mohrmann, waren ebenfalls in Sottrum dabei, um vor ihren Vorgängern Heiner Ehlen und Mechthild Ross-Luttmann und den rund 70 Gästen aus Politik, Verwaltung und Gemeinde zu sprechen. Während der CDU-Kreisvorsitzende Mohrmann nur kurz das Wort ergriff, war Holsten der Hauptredner des Abends. Wie später noch Landrat Hermann Luttmann räumte er Fehler der CDU beim Übertritt von Elke Twesten aus Scheeßel in ihre Partei ein. Da sie im Sommer der Grünen-Fraktion im Landtag verlassen hatte, musste die Wahl vorgezogen werden. Wie die Wähler darüber dachten, habe man insbesondere im Altreis Rotenburg zu spüren bekommen, so Holsten. Weiter führte er aus, was die neue rot-schwarze Regierung in Hannover auf der Agenda hat: etwa die Gebührenfreiheit für Kindertagesstätten oder die digitale Infrastruktur.

Zumindest in Hannover herrschen demzufolge stabile Verhältnisse. Und so gab es immer wieder die Bitten an die SPD in Vertretung ihrer anwesenden Genossen, die Koalitionsverhandlungen in der Hauptstadt Berlin nicht platzen zu lassen.

Sottrums Bürgermeister Hans-Jürgen Krahn hatte es zu Beginn des Empfangs gesagt und Holsten griff es gerne auf: Man wolle im Sommer nicht schon wieder auf den Parkplätzen stehen und Wahlkampf machen.

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