„Dörpsvereen BittPlatSch“ hofft auf große Ernte in Platenhof

Der Ertrag der Prinzen

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Reinhard Hops zeigt, dass einer der Bäume schon eine stolze Anzahl von Äpfeln trägt.

Platenhof - Von Inken Quebe. 35 Obstbäume stehen seit fünf Jahren an der Verlängerung der Straße Am Moorhof in Platenhof. Die Patenschaft dafür hat vor etwa drei Jahren der „Dörpsvereen BittPlatSch“ übernommen. Im vergangenen Jahr haben die Bäume zum ersten Mal getragen. Vom Ertrag hatte der Verein selbst aber nicht viel. Das soll sich ändern.

„Wir pflegen, wir tüddeln, wir freuen uns, und wir möchten auch gerne ernten“, heißt es auf Plattdeutsch auf einem Schild am Straßenrand. Dieser Hinweis gilt jenen, die sich einen Apfel dort pflücken. „Die Leute können sich dort gerne etwas nehmen, aber wir möchten am Ende auch noch etwas vom Ertrag“, so Reinhard Hops, stellvertretender Vorsitzender des „Dörpsvereen BittPlatSch“.

Die Bäume wachsen dort seit 2010, seit die Gemeinde Reeßum sie im Rahmen der Verbunddorferneuerung Wiestedörfer gepflanzt hat. Die Besonderheit: „Die Namen dieser Sorten haben alle irgendwo, entweder am Anfang oder am Ende des Wortes, die Bezeichnung Prinz“, so Hops. Da gibt es den Doppelten Prinzen, Englischen Prinz, Holländischen Prinzen, Finkenwerder Prinzen, Prinzenapfel und Winterprinz. So ist aus der Verlängerung der Straße Am Moorhof sozusagen eine Prinzenallee geworden.

Der „Dörpsvereen“ hat sich auch zu Maßnahmen des Landschaftsschutzes verpflichtet und von der Gemeinde Reeßum für die Obstbäume eine zehnjährige Patenschaft übernommen. „Wir pflegen die Bäume, haben zum Beispiel Drahthosen angebracht, um die Stämme vor Damwild zu schützen“, berichtet der Platenhofer. Dazu gehörte in den ersten Jahren das Wässern, aber auch das Befreien von Unkraut und der Erziehungsschnitt. Da gefällt es dem stellvertretenden Vorsitzenden nicht, dass an einem der Bäume sogar die Spitze abgebrochen ist. „Es hat wohl jemand sehr stark daran gerüttelt, das ist gerade bei so jungen Bäumen fatal“, mutmaßt Hops. Er hofft, dass in Zukunft auch vorsichtiger mit den Bäumen umgegangen wird.

Der „Dörpsvereen“ will die Ernte nämlich nicht allein für sich beanspruchen. Es ist für die Zukunft ein Apfeltag geplant. Hops: „Wir hoffen, dass wir in diesem Jahr schon zahlreiche Äpfel ernten können und werden dann zu Aktivitäten wie Apfelsaft selbst pressen und kosten oder die geschmacklichen Unterschiede der einzelnen Sorten kennenlernen einladen.“

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