Sottrumer Einbruch vor dem Landgericht Verden

Doch wieder im Gefängnis gelandet

Verden/Sottrum - Von Wiebke Bruns. Gerade mal zwei Monate nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis soll ein 38 Jahre alter Angeklagter aus Hamburg erneut auf Einbruchstour gegangen sein. Die Staatsanwaltschaft Verden ist davon überzeugt, dass er am 4. Februar 2014 in zwei Häuser in Oyten und Sottrum eingestiegen ist.

Das Amtsgericht Rotenburg verurteilte den zweifachen Vater wegen zweifachen Wohnungeinbruchdiebstahls zu 15 Monaten Haft. Das wollte er nicht akzeptieren und hat sogenannte Rechtsmittel eingelegt. Deshalb wird der Fall vor dem Landgericht Verden erneut aufgerollt.

Die Taten soll der Mann gemeinsam mit zwei rechtskräftig verurteilten Komplizen begangen haben. Dem Trio sei vor allem Schmuck in die Hände gefallen, schreibt die Staatsanwaltschaft in der Anklageschrift. Schaden: 1000 Euro in Oyten, 5 000 in Sottrum. Den Einbruch im Wieste-Ort soll das Trio zwischen 15 und 15.45 Uhr begangen haben.

Ihr Pech: Laut Staatsanwaltschaft wurden sie im Auto in der Nähe von Elstorf von der Polizei kontrolliert. Zu diesem Zeitpunkt wussten die Beamten nicht, wen sie da vor sich hatten. Die Männer suchten trotzdem das Weite – erst mit ihrem Auto, dann zu Fuß. Dabei kam einer der Männer nicht schnell genug aus dem Wagen. Die anderen beiden wurden später gefasst. Bei der Durchsuchung fanden die Polizisten einen Teil des Diebesgutes. Während der Angeklagte von seinem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch machte, musste einer der Komplizen aussagen. Der andere Täter lebt im Ausland und war der Ladung des Gerichts nicht gefolgt.

Der 45-Jährige aus Tostedt ist ein Cousin des Angeklagten. Er behauptete, dass dieser an den Einbrüchen nicht beteiligt gewesen sei. Die Taten hätten sie zu zweit begangen. „Wir waren schon auf dem Weg nach Hause, da kam sein Anruf und wir sind nach Delmenhorst gefahren“, sagte der Zeuge.

Dort will er den Angeklagten nach durchzechter Nacht von einer „Flatrate-Party“ abgeholt haben. Der Angeklagte hatte zwar mehrere hundert Euro in der Tasche, so wie sie in Sottrum gestohlen worden waren, doch dieses Geld will der Cousin ihm vorher gegeben haben. Es stamme auch nicht aus dem Einbruch, versicherte der Zeuge.

Das Gericht hörte diverse weitere Zeugen. Mitte Mai soll der Prozess fortgesetzt und ein Urteil verkündet werden. Der Angeklagte sitzt derweil in Untersuchungshaft, jedoch nicht wegen dieser Sache. Dabei will er sich doch nach einer früheren Entlassung vornehmen, nicht wieder in den Knast zurückzukehren. „Ich saß mein ganzes leben im Gefängnis. Ich wollte rauskommen und draußen bleiben“, meinte der 38-Jährige.

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