15. August: Sottrumer Open Air / Voice Over Piano auf dem Kirchplatz

Die Tradition wird fortgesetzt

Es ist das erste öffentliche Konzert seit Beginn der Pandemie für Sängerin Sara Dähn (M.) und Entertainer Thomas Blaeschke (2.v.l.).  
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Es ist das erste öffentliche Konzert seit Beginn der Pandemie für Sängerin Sara Dähn (M.) und Entertainer Thomas Blaeschke (2.v.l.). Foto: Beims
  • Ann-Christin Beims
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Sottrum – Ob es stattfinden kann, stand lange auf der Kippe. Doch nun ist klar: Das siebte Sottrumer Open Air „Musical meets Rock & Pop“ auf dem Platz vor der St. Georg-Kirche wird über die Bühne gehen. Auf dieser stehen dann Voice Over Piano, also Sängerin Sara Dähn und Pianist sowie Entertainer Thomas Blaeschke, nebst Band und Backgroundsängern, wie beide im Pressegespräch verkünden. Termin ist Samstag, 15. August, ab 19 Uhr. Der Einlass ist ab 18 Uhr.

Der Termin ist variabel. Sollte das Wetter an diesem Tag schlecht sein, kann es auch um einen oder mehrere Tage nach hinten verlegt werden. Denn aufgrund der aktuell gültigen Bestimmungen wird ein Konzert nur draußen möglich sein. Und dafür kündigen Karin Fuge-Venzke von der Kirchenstiftung Sottrum und Bürgermeister Hans-Jürgen Krahn Maßnahmen an. „Wir haben lange überlegt, ob wir das überhaupt machen können“, so die Vorsitzende. „Aber es ist inzwischen auch eine schöne Tradition.“

Maximal 250 Besucher können an dem Konzert teilnehmen. Aber: „Wir fahren auf Sicht“, so der Bürgermeister. Das heißt, sollte sich etwas ändern, werden die Maßnahmen und Regeln für das Open Air entsprechend erweitert oder eingegrenzt. Jeder bekommt am Eingang einen Stuhl und wird zu einem festgelegten Platz geleitet – wahlweise dürfe man sich einen eigenen Stuhl mitbringen. Wenn es dabei bleibt, dass zehn Personen zusammen sein können, darf diese Anzahl – wenn sie gemeinsam kommt – zusammen auf dem Rasen sitzen. „Wir haben uns viele Gedanken gemacht zum Schutz der Leute, aber auch zu unserem eigenen Schutz“, sagt Blaeschke. Sicherheit sei das oberste Gebot. Daher sollte jeder Besucher eine Maske dabei haben, die er aufsetzt, wenn er seinen Platz verlässt. Ein Catering wie in der bisherigen Form wird es nicht geben, „da müssen wir uns noch etwas einfallen lassen“, so Krahn. „Es ist wichtig, wieder anzufangen, denn die Situation wird noch eine ganze Weile so bleiben. Es gibt uns einen Lichtblick.“ Denn aktuell schlafe alles ein. „Das wird eine Herausforderung für die Vereine, ihre Leute danach wieder zu animieren.“ Aber diese vermissen kulturelle Ereignisse, meint Jens Krüger, Sottrums Sparkassengeschäftsstellenleiter. Diese ist eine der Sponsoren. Denn ohne die, erklären die Veranstalter, sei es nicht möglich, das Event in diesem Umfang auf die Beine zu stellen. „Alle wollen Normalität, auch wenn es noch keine in diesem Sinn ist“, merkt Krahn an. „Letztlich waren die Entscheidungen richtig, auch wenn man wirtschaftlich darunter leidet“, so Blaeschke.

Dennoch: Für die Künstler sei es notwendig, wieder etwas auf die Beine zu stellen. „Corona, das hieß für uns plötzlich alles auf null“, berichtet Blaeschke. Er und Dähn seien oft im Ausland unterwegs, im vergangenen Jahr waren es sechs Auftritte unter anderem in San Francisco in den USA und in Brüssel. „Das war eine schlimme Situation, wir waren erstmal geschockt. Aber wir wollten nicht den Kopf in den Sand stecken.“ Also haben sie Ideen entwickelt, wie sie ihr Publikum erreichen könnten. Der einzige Weg: online. Dabei sei es merkwürdig gewesen, vor leeren Plätzen zu spielen, erinnert sich Dähn. „Das war skurril beim ersten Konzert. Was sind wir als Live-Musiker ohne Publikum?“, sagt sie. Die Gesichter, die Reaktionen wieder mitzubekommen auf dem Open Air, darauf freuen sich beide. Andererseits boten die Online-Konzerte auch einzigartige Momente: So waren sie unter anderem auf dem Rollfeld des Bremer Airports. „So eine Gelegenheit werden wir nie wieder bekommen“, sagt Dähn. Auch eine Live-Schalte aus dem Auswandererhaus in Bremerhaven sei dabei gewesen, ein transatlantisches Konzert nach New York und San Francisco direkt aus der dort nachgebauten Grand Central Station. „Das war der Höhepunkt“, so Blaeschke.

Die Musiker sind seit Jahren gemeinsam unterwegs, hatten Auftritte in Südafrika, China, Afghanistan, New York und vielen anderen Orten. Das Sottrumer Open Air wird ihr erstes öffentliches Konzert seit dem Coronaausbruch. Dort präsentieren sie neben Highlights aus bekannten Musicals auch solche anderer Genres: Rock, Pop oder Chansons. Dazu eigene Sachen. Neu ist „Wind of Change“ dabei, „das passt auch zur Corona-Situation“, sagt Blaeschke. Auch Künstler wie Edith Piaf und Reinhard Mey sind im Repertoire der Bremer enthalten. „Das wird ein sehr persönliches Konzert und wir sehnen uns danach“, so Dähn.

Tickets für das Sottrum Open Air

Es ist das siebte Sottrumer Open Air „Musical meets Rock & Pop“. Tickets zum Preis von 25 Euro für Erwachsene und 18 Euro für Schüler (an der Abendkasse 28 beziehungsweise 20 Euro) gibt es im Kundencenter der Stadtwerke Rotenburg, in der Buchhandlung Froben in Sottrum sowie über den Webshop von Voice Over Piano und unter www.nordwest-ticket.de. Am Eingang wird es eine Kontrolle geben, daher sollte jeder Besucher im Vorfeld seine Kontaktdaten auf der Rückseite seines Tickets eintragen.  

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