Noch bis Herbst im Amt

Bürgermeister Freytag geht ins letzte Jahr seiner Amtszeit

Im Herbst ist Schluss für Samtgemeindebürgermeister Peter Freytag.
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Im Herbst ist Schluss für Samtgemeindebürgermeister Peter Freytag.

Wenn im September Wahlen sind, kann Peter Freytag sich zurücklehnen. Sottrums Samtgemeindebürgermeister tritt nicht mehr an. Was hat er bis dahin noch vor?

Sottrum – Im Herbst ist Schluss. Bereits im vergangenen Sommer hat Sottrums Samtgemeindebürgermeister Peter Freytag angekündigt, bei der Kommunalwahl im September des laufenden Jahres aus persönlichen Gründen auf eine weitere Kandidatur zu verzichten.

Und während sich mittlerweile die Ersten für seine Nachfolge in Position bringen, macht sich der 59-Jährige daran, diese letzte Wahlperiode zu Ende zu bringen. In seiner Amtszeit hat die Samtgemeinde einige Veränderungen angestoßen, manches soll noch unter seiner Ägide beendet werden, anderes wird noch den neuen Bürgermeister beschäftigen.

Im vergangenen Jahr habe die Covid-19-Pandemie einen Lernprozess in der Verwaltung befördert, stellt Freytag im Gespräch mit der Kreiszeitung fest. Insbesondere in Sachen Digitalisierung der Verwaltung. Diese fortzuschreiben sei zwar auch ohne Corona geplant gewesen, doch hätten die Pandemie und die Gegenmaßnahmen deutlich gezeigt, wie wichtig das Thema ist.

Verwaltungsreform auf den Weg gebracht

Schon in den kommenden Wochen sollen weitere Projekte dahingehend vertieft werden, und auch die sieben Mitgliedsgemeinden sollen enger in die EDV der Samtgemeinde einbezogen werden – Stichwort Effizienzsteigerung.

Das ist auch das Ziel der sogenannten Schnittstellenoptimierung, die Verwaltungsreform der Samtgemeinde, die Freytag zu diesem Zeitpunkt gerne etwas weiter fortgeschritten gesehen hätte. Doch auch hier hatte Corona ihre bremsende Hand über die Sache gelegt.

Doch es werden ebenfalls langsam Fakten in dieser Sache geschaffen. Bald sollen die ersten Aufgabenverschiebungen im Rathaus anstehen, ein Tiefbauingenieur wurde eingestellt, demnächst wird eine Vergabestelle eingerichtet, die sich für Samtgemeinde und ihre Mitglieder um die Ausschreibungen kümmert. „Das Thema ist ziemlich komplex geworden“, so Freytag.

Gymnasiumsanbau als Abschluss

Bereits im Sommer hat er mit Kerstin Wendt eine neue Allgemeine Vertreterin und Erste Samtgemeindederätin zur Seite gestellt bekommen. Zu dem Zeitpunkt war diese Stelle anderthalb Jahre nicht besetzt, was nicht nur Freytag selbst, sondern auch die restlichen Mitarbeiter der Verwaltung im Rathaus vor Herausforderungen stellte.

„Ich bin sehr glücklich, dass und wie diese Stelle jetzt besetzt ist“, sagt der Bürgermeister. Sie sei ein wichtiger Baustein bei der Schnittstellenoptimierung und Digitalisierung. Jene Themen, die die Samtgemeinde auch nach seinem Ausscheiden beschäftigen werden.

Mit dem Abschluss der Arbeiten am Anbau des Gymnasiums hingegen werde sich der Kreis für ihn schließen, so Freytag. Von Anfang an hat er die Schule in ihrem Werdegang begleitet, damals hat er als Mitarbeiter der Verwaltung unter anderem das Grundstück gesucht. Mit den Jahren habe er das Gymnasium immer weiter wachsen sehen, bis zur vollumfänglich ausgestatteten Schule von Klasse fünf bis 13, die es jetzt ist. Die neuen Räume und der Ganztagsbetrieb mit moderner Mensa wären dann ein Abschluss für ihn.

Ziel sind 24 Jahresabschlüsse pro Jahr

Neben diesen doch eher positiv angesehenen Angelegenheiten hinterlässt er seinem Nachfolger aber auch das Dauerthema Eröffnungsbilanzen und Jahresabschlüsse. Erstere sind nach der Doppik-Umstellung 2012 mittlerweile durch, insgesamt stehen aber noch 55 Jahresabschlüsse bis ins Jahr 2020 aus. Schon zu Beginn seiner Amtszeit war das Thema. „Das war ein schwieriger Start für mich“, erinnert sich Freytag heute zurück.

Mittlerweile geht er davon aus, in den kommenden Wochen mit einem nächsten Schwung an Jahresabschlüssen beim Landkreis vorstellig werden zu können. Das Ziel sei es, bis zu 24 Abschlüsse pro Jahr nachzureichen und die Angelegenheit in den Jahren 2023 oder 2024 zu beenden.

Freytag hält sich aus Wahlkampf raus

Die Vielzahl der Abschlüsse, jährlich sieben für die Mitgliedsgemeinden und eine für die Samtgemeinde selbst: Das sind Punkte, da hinterfragt Freytag selbst das Konstrukt Samtgemeine aus Verwaltungssicht. Mit dieser Vielzahl von Gemeinden mit unterschiedlichen Interessen auf einer weitläufigen Fläche, müsse man mitunter viel diskutieren. Das werde eines der großen Themen seines Nachfolgers sein, ist er überzeugt: Das Wir-Gefühl stärken.

„Dieses Amt muss man in seiner Wichtigkeit so ernst nehmen, dass man für die Menschen zuständig ist“, gibt Freytag einen Rat an seinen Nachfolger, wer auch immer das am Ende ist. Er habe sich vorgenommen, sich aus dem Wahlkampf herauszuhalten, gibt seine Erfahrung aber gerne weiter. Als Samtgemeindebürgermeister müsse man Teamspieler und für alle da sein. „Ich sehe absolute Neutralität auf dieser Position.“

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