Grüne und FDP fordern zentrale Lage

Erneute Diskussion in der Standort-Frage der geplanten Kinderkrippe

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Der Krippen-Standort an der Straße Zum Dannert bleibt umstritten. 

Sottrum - Von Matthias Röhrs. Eigentlich wäre es nur eine Formsache gewesen. Der Sottrumer Ausschuss für Bau, Planung und Wirtschaft hat am Montag sein Okay für den Vorentwurf des Bebauungsplanes für das zukünftige Baugebiet „Dannert IV“ gegeben. Und das nach mehr als einer Stunde Diskussion, die ein wenig am Thema vorbeiging. Denn die Grünen und die FDP nutzten die Gelegenheit, um die dort geplante Kinderkrippe noch einmal infrage zu stellen. Sie wollen, dass die Verwaltung sich noch mal auf die Suche nach einem anderen Standort macht.

Denn der aktuell geplante und bereits vom Jugendausschuss abgesegnete Standort an der Ecke der Straße Zum Dannert und der geplanten Zufahrt zum neuen Baugebiet ist nach Ansicht von Lühr Klee (Grüne) nicht zukunftsfähig. Zwar gebe es in den kommenden Jahren an dieser Stelle durch die zuziehenden jungen Familien Bedarf an einer Krippe, gab er zu, in 15 Jahren sei dieser allerdings wieder weg. Hinzu komme, dass zukünftige Baugebiete wohl tendenziell auf der anderen Seite Sottrums – im Norden – entstehen würden.

Die Eltern dort müssten dann quer durch den Ort fahren, um die Krippe zu erreichen. Klee und auch Heinz-Wilhelm Oetjen (FDP) forderten die Verwaltung auf, einige Grundstücke im Zentrum in Betracht zu ziehen. Der FDP-Politiker bezeichnete den Standort an der Straße Zum Dannert gar als „großen Unfug“.

Gemeindedirektor Holger Bahrenburg verwies darauf, dass eine zentrale Krippe an den Eigentümern der Grundstücke scheitern würde, ebenso darauf, dass die Standortfrage bereits im Jugendausschuss beantwortet worden sei. Rückendeckung bekam er von Siegfried Gässler (CDU), der sagte, dass mit Beteiligung der Kindertagesstätten und Eltern in Sottrum noch nie etwas so demokratisch geplant worden sei, wie diese Krippe. Hans-Jürgen Brandt (SPD) glaubte ebenfalls an bessere Standorte, aber der an der Straße Zum Dannert sei der machbare.

Endgültige Entscheidung Anfang Dezember

Eigentlich soll der Bebauungsplan lediglich festlegen, was in welcher Form überhaupt in „Dannert IV“ gebaut werden darf. Das beauftragte Planungsbüro Instara hat sich bei seiner Arbeit an diesem Vorentwurf an dem benachbarten „Dannert III“ orientiert. Dort wird bereits gebaut, wie auch da soll auf dem neuen Areal die Erschließung über die Straße Zum Dannert erfolgen.

Das Baugebiet selbst wird über eine Ringstraße erschlossen, zukünftig könnte auch ein mögliches Baugebiet „Dannert V“ darüber erreicht werden. Die Möglichkeit eines Krippenneubaus ist eingearbeitet, aber nicht bindend. Die endgültige Entscheidung über den Standort soll der Sottrumer Gemeinderat Anfang Dezember fällen.

Bis zum 1. August soll der Neubau stehen. Ein fraglicher Termin, denn bevor überhaupt eine Baugenehmigung erteilt werden kann, muss der Bebauungsplan unter Dach und Fach sein. Nach Einschätzung von Eckhardt Behrens von der Sottrumer Bauverwaltung geschieht dies etwa im Mai 2018. Der erste Schritt wurde mit dem Votum der Ausschussmitglieder bei einer Gegenstimme durch Oetjen am Montag zumindest gemacht.

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