Crazy Run in Bremen

Mit 60 Kilogramm Bonbons auf dem Freimarkt

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Lina und Finn leisten Silke Rotermund und Udo Klenke bei den Arbeiten am Freimarktgespann Gesellschaft. 

Sottrum - Von Antje Holsten-Körner. Seit vergangenem Samstag heißt es in Bremen wieder: Ischa Freimaak! Der Höhepunkt steht am Wochenende bevor, wenn zur Halbzeit der Freimarktsumzug durch die Hansestadt zieht. 144 Startnummern haben die Veranstalter zur 49. Ausgabe in diesem Jahr vergeben. Eine davon bekam Crazy Run, ein Verein mit Sitz in Sottrum, der ungewöhnliche Projekte mit geistig behinderten und nichtbehinderten Menschen initiiert und durchführt. Nach der Premiere im vergangenen Jahr ist dies die zweite Einladung zum Freimarkt.

„Die Zusage bekamen wir Ende August“, berichtet Silke Rotermund, Vorsitzende des gemeinnützigen Vereins. Als Motto haben sich die Verantwortlichen dieses Mal auf „Verrückt kocht“ geeinigt. Schon bei der diesjährigen Motorradtour nach Hitzacker kam Silke Mückely auf die Idee, dazu ein entsprechendes Bild zu malen. Die Ausführung auf OSB-Platten übernahm Ilka Wietzke. „Die dafür erforderlichen Platten hat uns die Tischlerei Grimm gesponsert, die uns auch die Räume zur Verfügung stellte“, bedankt sich die Vorsitzende für die Großzügigkeit. Daher konnte den fleißigen Helfern der Regen nichts anhaben. Rund 20 Stunden investierte jeder von ihnen.

Bei den weiteren Arbeiten, die Silke Rotermund und Udo Klenke auf dem Hof von Familie Klenke übernahmen, meinte es Petrus deutlich besser mit ihnen. „Ohne Udo geht nichts“, lobt Rotermund ihren Vereinskameraden. Sie freut sich, dass das Vereinsheim bei Familie Klenke Am Eickenforth einen optimalen Platz hat. Auch der Lkw-Auflieger, der wieder beim Freimarkt zum Einsatz kommt, wurde dort in unzähligen Arbeitsstunden nicht nur zusammengebaut, sondern findet währenddessen dort auch Unterschlupf.

Los geht es zum Freimarkt für Bernd Klenke am Samstag bereits um 6 Uhr in der Früh, denn das Gespann muss um 7.30 Uhr am Sammelpunkt in der Bremer Neustadt sein. Der Startschuss für den Umzug fällt um 10 Uhr. Mit von der Partie sind die Helfer mit Familienangehörigen, Rollifahrer und andere Menschen mit Handicaps. Alle gemeinsam werfen dann Bonbons in Richtung Zuschauer, die den Straßenrand säumen. „Wir haben 60 Kilogramm bestellt“, verrät Silke Rotermund.

Außerdem soll unterwegs Suppe verteilt werden, die von der „Küche 13“, mit der schon länger eine Kooperation besteht, vorgekocht wurde. Mit den Gaskochern, die mit an Bord sind, wird die Suppe auf Temperatur gehalten. Wer keine Zeit hat, sich in Bremen den Freimarkts-umzug selbst anzuschauen, hat im Fernsehen die Gelegenheit dazu, denn es wird ein Team für den NDR dabei sein. Und Fotos sind sicherlich auch wieder auf der Crazy-Run-Internetseite zu finden.

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