„Coopers Groove“ sorgen beim Ahauser Herbst für Gänsehautfeeling

Schauer des Wohlgefühls

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Christoph Wüstefeld und Marita Boettcher bringen die Gäste in Eversen zum Tanzen.

Eversen - Von Bettina Diercks. Eine eher ruhige aber tanzbare Note erhielt in diesem Jahr der Freitag des Ahauser Herbstes. Im Mehrzweckgebäude in Eversen gastierte „Coopers Groove“. Die vier Musiker lieferten mal mehr mal weniger bekannte Songs von Pop bis Jazz mit einer ganz eigenen Note.

Vom ersten Lied an (The Letter, Wayne Carson Thompson/The Box Tops) hatte die Band ihre Zuschauer gefangen. Perfekt aufeinander eingespielt, verbreitete das Quartett eine ganz eigene, warme Atmosphäre. Mit „Keep on Backing Losers“ von Silje Nergaard gab Bassist Ralph Spill einen Vorgeschmack auf sein weiteres Set. Beim Beatboxing in dem Vokal-Stück „Mercy Street“ (Peter Gabriel) beeindruckte Spill mit seinem eigenen verbalen Bass.

Für Gänsehautfeeling sorgte Percussionist Matthias Boettcher. Bei „Hey Laura“ gab es nur zwei Möglichkeiten: Augen zu und genießen oder mit offenem Mund staunen. Der Song von Gregory Porter schien Boettcher auf den Leib geschrieben. Noch einmal Schauer über den Rücken des Wohlgefühls jagte Boettcher mit „Look at Me“ (Geri Halliwell). Christoph Wüstefeld tat es ihm nach in „So Long, Frank Lloyd Wright“ (Simon & Garfunkel).

„One of these nights“ (Don Henley und Glenn Frey) kündigte Sängerin Marita Boettcher mit „Ich bin bei dem Stück immer aufgesprungen“ an. Und, tatsächlich: Ahausen tanzte. Obwohl, der Großteil der Gästen kam aus dem Umland. Nur vereinzelt hatten sich Einwohner zum Konzert eingefunden.

Ahauser Herbst

Die Zuhörer wurden nicht zugedröhnt, doch der erste Teil des abends war zu leise. Das korrigierten die Musiker beim zweiten Set. Die Grundidee von „Coopers Groove“ mit „wenig Aufwand viel auszusagen“ ist am Freitag voll gelungen und die Vier überzeugten mit spür- und hörbarer Harmonie.

Vom Ambiente einmal abgesehen, weil das Mehrzweckgebäude keine Schönheit ist, überzeugte der Raum allerdings mit seiner Akustik. Als Problem stellte sich heraus, dass das Gebäude schwer zu finden ist. An der Einfahrt, die zudem im Dunklen liegt, fehlt eine Beschilderung.

Hochanständig von den früher gehenden Gästen: Sie dachten an den obligatorischen Hut und legten Geld hinein. Denn, ähnlich wie bei dem Straßenzirkus „La Strada“ sind die meisten Darbietungen beim Ahauser Herbst kostenlos, der Hut geht rum.

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