Chor ohne Grenzen verwandelt St-Georg-Kirche in afrikanische Gemeinschaft

„Singt und tanzt mit uns“

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Spaß beim Gesang in der Kirche: Der Chor mit Leiter Elombo Bolayela (l.) und Sänger Christian Bakotessa (r.).

Sottrum - Von Heidi Stahl. Da riss sogar der heilige Georg auf seinem hölzernen Pferd erstaunt die Augen auf, wie fast hundert Besucher in seiner Sottrumer Kirche ein solches Temperament entwickeln konnten. Singend, tanzend und den Rhythmus der afrikanischen Gospels begeistert mitklatschend, folgten die Menschen der Aufforderung des Leiters Elombo Bolayela, an den Liedern seines Chors ohne Grenzen teilzunehmen.

Der aus dem Kongo stammende Bolayela hatte den Chor 2002 in der Markus-Gemeinde in Bremen ins Leben gerufen, und seitdem singt er in KIrchen hauptsächlich afrikanische Spirituals und Gospels für jeweils einen guten Zweck.

Werner Deinass, fast 30 Jahre Lehrer in Sottrum und Gitarre spielendes Mitglied des Chors, hatte das Ensemble in die Sottrumer Kirche geholt.

Unter Anleitung der kraftvollen Stimme des Sängers und Gitarristen Christian Bakotessa verwirklichte sich die Aussage der Bibel zum Pfingstwunder: „ ...und sie wurden alle erfüllt mit dem heiligen Geist und fingen an in anderen Sprachen zu predigen, wie der Geist es ihnen eingab.“

Denn alle Lieder, wurden in Lingale, der Sprache des Kongo, vorgetragen und keinem im weiten Kirchenrund fiel es schwer, die Texte zu verstehen, die der temperamentvolle Bolayela vorher kurz erklärte. „Eh yawe kumama eh yawe“ (ein Dank an Gott) oder „Jesu akobenga yo“ (Jesus dein Name ist wunderbar) ließ sich leicht aussprechen und der auf Tafeln hochgehaltene Lingale-Text sowie der Rhythmus der von Bolayela geschlagenen Kongas machte es leicht, die eingängigen Melodien mitzusingen. Je mehr die Zeit fortschritt, desto mehr tauten die Gäste auf und ließen sich vom Temperament des Chors mitreißen, sogar in den Gängen neben den Kirchenbänken wurde geklatscht und sich rhythmisch im Takt der Lieder bewegt. Auch die ausländischen Gäste des vorher auf der Wiese vor dem Gemeindehaus veranstalteten „Internationalen Cafés“, das vom Sottrumer Arbeitskreis Asyl organisiert wurde, mischten sich unter die Zuhörer. Weiße und schwarze lachende Gesichter, Kinder, die durch die Kirche wuselten und die bunten afrikanischen Schals des Chores boten ein fröhliches Bild im Kirchenraum.

Eine Zugabe nach der anderen wurde gefordert und mit „Malaika“ oder dem bekannten „In the jungle the lions sleep tonight“ klang dieser völkerverbindende Vorabend des Pfingstfestes aus.

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