Cheerleading ist nicht nur was für Mädchen / Fans sind „super organisiert“

Teamwork – das Nonplusultra

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Beim Stunt müssen immer genügend Teamkollegen bereit stehen, um die Person, die oben steht, zur Not aufzufangen. Doch Vincent Weilhammer und Laura Döbrich sind ein eingespieltes Team.

Sottrum - Von Jessica Tisemann. Laute Rufe im Befehlston dringen aus der Turnhalle in den Flur. Laura Döbrich fliegt gerade ein paar Meter hoch in die Luft und landet sicher wieder in den Armen ihrer Teamkollegen. Dass Cheerleading nicht nur Rumhüpfen mit Pompons ist, wird dem Besucher beim Training der Phoenix Sottrum recht schnell klar. Auch Verletzungen sind bei dem Sport nicht selten.

„Die schlimmste Verletzung war mal eine gebrochene Nase“, erzählt Frederik Hahn, Abteilungsleiter der Phoenix Sottrum. Kein Sport für Memmen also. „Man muss wirklich Biss haben“, betont Hahn. Das Wichtigste aber sei der Zusammenhalt im Team. „Wenn man sich nicht leiden kann, funktioniert das nicht“, so der 26-Jährige. Dafür kämen sich die Sportler auch einfach zu nahe.

Die Geschichte der Phoenix beginnt 2012 mit einem Sommerferienprogramm. „Das war eigentlich mehr ein Gag, aber es kamen 13 Mädchen, die den Sport ausprobieren wollten“, berichtet Hahn. Von denen blieben zwar nicht viele übrig, als die wöchentlichen Trainingseinheiten begannen, aber es fanden sich neue Teilnehmer. Das Training leitet Anon Raras Mityani-Hahn. Die gebürtige Indonesierin ist im Cheerleading keine Unbekannte. In ihrer alten Heimat war sie Trainerin des nationalen Cheerleading-Teams. Davon profitieren jetzt die Sportler in Sottrum – die Juniors sind im April Landesmeister geworden. Und die Fans waren mit dabei. „Unsere Fans sind super organisiert“, freut sich Hahn. Mit Aylin Senal hat sich eine ehemalige Mitstreiterin um die Organisation der Unterstützer gekümmert. Die „Phoenix Fan-Fam“ – die Familie – ist bei den Auftritten mit dabei und hat die Vereinsfarben in ihren T-Shirts mit aufgegriffen. „Dann sehen wir beim Rauskommen schon gleich seinen Fanblock. Das ist ein super Gefühl“, so der 26-Jährige.

Die Trikots der Sportler hat ein Freund von Mityani-Hahn entworfen, und ihr ehemaliger Schneider hat die Outfits angefertigt. Auf den Teamnamen Phoenix haben sich die Sportler übrigens gemeinsam geeinigt. „Wir haben uns die gängigsten Cheerleader-Namen gesucht und das Team gefragt“, so Hahn.

Den Sport könne eigentlich jeder machen. Es gibt nur ein paar Kleinigkeiten zu beachten. „Die Mädels müssen ihre Fingernägel kürzen. Außerdem müssen bei Wettkämpfen Tattoos und Piercings abgeklebt werden.“ Wer Interesse an der Sportart hat, kann einfach beim Training vorbeischauen. Die Trainingszeiten sind im Internet zu finden. Bis nach den Sommerferien gibt es allerdings einen Aufnahmestopp in allen Teams wegen der Vorbereitung für die anstehenden Wettkämpfe.

www.tv-sottrum.de/nc/cheerleading.html

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