CDU-Gemeindeverband beschäftigt sich beim Neujahrsempfang mit Flüchtlingen

Das große Thema

Andrea Kaiser, Vorsitzende des CDU-Gemeindeverbandes (v.l), Mechthild Ross-Luttmann, CDU-Landtagsabgeordnete, Landrat Hermann Luttmann, Samtgemeindebürgermeister Peter Freytag und Sottrums Bürgermeister Hans-Jürgen Krahn.
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Andrea Kaiser, Vorsitzende des CDU-Gemeindeverbandes (v.l), Mechthild Ross-Luttmann, CDU-Landtagsabgeordnete, Landrat Hermann Luttmann, Samtgemeindebürgermeister Peter Freytag und Sottrums Bürgermeister Hans-Jürgen Krahn.

Sottrum - Das Thema Flüchtlinge dominiert das alltägliche Leben derzeit. Und natürlich hat am Freitagabend im Gasthof Röhrs auf dem Neujahrsempfang der Sottrumer CDU auch Landrat Hermann Luttmann das Dauerthema angesprochen.

Nach den Vorfällen in Köln in der Silvesternacht verlangte Luttmann „eine Videoüberwachung öffentlicher Plätze“. Luttmann schilderte: „Im Landkreis lebten zum Jahresende 2015 1860 Flüchtlinge. Dazu kommen noch die untergebrachten Menschen in Visselhövede, in Rotenburg und Zeven. Es ist Konsens, dass die Flüchtlingszahlen zu reduzieren sind. Aber wie?“

Die Grenzen dicht machen gehe nicht, weil offene Grenzen für uns als Export- und Reiseweltmeister ein hohes Gut seien. Er plädierte dafür, vor Ort zu helfen. „Wenn wir das Flüchtlings-Problem mit Syrien lösen wollen, brauchen wir die Türkei“, betonte er. Luttmann meinte aber auch: „Wenn wir unseren Wohlstand erhalten wollen, brauchen wir Zuwanderung.“

Auch die CDU-Gemeindeverbandsvorsitzende Andrea Kaiser sprach das Thema Flüchtlinge an: „In der Samtgemeinde leben 190 Flüchtlinge aus 15 verschiedenen Staaten. Für weitere 80 Flüchtlinge sucht die Verwaltung Wohnraum.“ Und weiter: „Wenn zehn Flüchtlinge aus der Türkei in Sottrum Hilfe suchen, ist es doch absurd, dass wir über ein Land reden, in dem Menschenrechte weiterhin mit Füßen getreten werden und die gewählte Regierung keinen Abstand nehmen will von ihrem eingeschlagenen Weg, dass wir hier über den EU-Beitritt überhaupt nachdenken.“ Und sie meinte: „Dass wir Menschen in Not und Verfolgten helfen, ist für uns eine Selbstverständlichkeit. Was wir uns keinesfalls gefallen lassen, ist, dass unsere Werte, unsere Tradition und unsere Form des Zusammenlebens zwischen Mann und Frau mit Füßen getreten werden. Wer unsere Kultur nicht achten und unsere Rechtsordnung nicht einhalten will, ist hier fehl am Platz.“

Die Landtagsabgeordnete Mechthild Ross-Luttmann stellte fest: „Wir leben in sehr herausfordernden Zeiten.“ Und betonte: „Über eine Millionen Menschen sind 2015 nach Deutschland gekommen. Derzeit suchen 3000 Menschen täglich bei uns Zuflucht. Genauso wenig wie Übergriffe von Flüchtlingen wie in Köln toleriert werden können, sind auch Angriffe auf Flüchtlinge keinesfalls tolerierbar. Unsere Werte sind keinesfalls verhandelbar.“ Sie forderte: „Wir brauchen schnellere Verfahren für Menschen, die keine Bleibeperspektive haben, und eine gerechtere Verteilung in der EU.“

woe

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