Burkhard Billig spendet Knochenmark für eine 16-jährige Inderin

„Denke jeden Tag an das Mädchen“

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Burkhard Billig

Sottrum - Von Wieland Bonath. Nach zweijähriger Karenzzeit stellt sich endgültig heraus, ob der Sottrumer Burkhard Billig (54) mit seinem Knochenmark das 16-jährige indische Mädchen retten konnte. Die unbekannte Asiatin ist an Leukämie erkrankt – Billigs Knochenmarkspende soll ihr jetzt helfen: „Meine Großeltern und meine Eltern legten immer großen Wert darauf,“ erinnert sich der Vater von zwei Töchtern, „dass man hilft, wo man helfen kann.“ Deshalb, so der Zootierpfleger im Safaripark in Hodenhagen, habe er sich vor 15 Jahren in der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS) registrieren lassen. Billig wollte Leben retten.

Kurz vor Weihnachten 2014 habe sich die DKMS schriftlich erkundigt, ob seine Zusage zur Spendenbereitschaft noch gelte. Als er das bejaht habe, so Burkhard Billig, sei die Einladung zur Voruntersuchung bei ihm eingetroffen. Kurz danach reiste er nach Köln zu einer umfangreichen medizinischen Prozedur. Die Voruntersuchung dauerte insgesamt etwa sechs Stunden. Die Mediziner wollten wissen, ob Billig als Spender für eine spezielle Patientin infrage kam.

Die Wahrscheinlichkeit, dass allein 7000 Merkmale zwischen Patientin und Spender identisch seien, stellt der Sottrumer fest, sei nämlich äußerst gering. Bei ihm und dem indischen Mädchen sei das der Fall gewesen. Billig wurde selbst zum Patienten. Um über eine ausreichend große Menge Knochenmark verfügen zu können, musste er es sich vier Tage vor seiner Spende selbst spritzen. Dann stand die benötigte Menge an Stammzellen zur Verfügung.

Inzwischen sei dem Mädchen die notwendige Knochenmarkspende übertragen worden. Innerhalb der kommenden zwei Jahre, so Burkhard Billig, werde sich endgültig herausstellen, ob die Spende angeschlagen habe. Bis dahin werde völlige Anonymität bewahrt. Name und Wohnort des Spenders bleiben bis zum Ende der Karenzzeit ungenannt.

Ja, es sei ein gutes Gefühl, wenn man anderen helfen dürfe, sagt der Spender. Seine gesamte Familie habe dahinter gestanden und ihn bei dem Vorhaben unterstützt. Billig: „Ich denke jeden Tag an das Mädchen, und hoffe, dass ihm meine Spende helfen kann. Wenn es geht, schreibe ich der jungen Inderin einen Brief.“

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