Bunte Ferkel und ein altes Schwein

Um den herrlichen Grantler „Gerd Thiesen“ dreht sich das Stück. Foto: Daus

Hassendorf – Mehr ging am Samstagabend beim besten Willen nicht. Der Saal des Hassendorfer Dorfgemeinschaftshauses war komplett ausverkauft. Der passende Rahmen für die diesjährige Premiere des plattdeutschen Theaterstückes, das die Laienspielgruppe der Feuerwehr aufführte. Wie es sich für den Anlass gehörte, war auch die Begrüßungsrede von Hermann Rugen komplett auf Platt. Und es war auch kein Problem für diejenigen, die in diesem Dialekt vielleicht nicht ganz sattelfest sind, sowohl ihm, als auch im Anschluss den Schauspielern in ihren Rollen, folgen zu können. Unter den Premierengästen war Bürgermeister Klaus Dreyer, der die Wahl seiner Krawatte mit einem lustigen Schweinemotiv dem Stück angepasst hatte. Denn es ging um „Schwattbunte Farken“, oder wie es auf hochdeutsch heißen würde, um „Schwarzbunte Ferkel“.

Nach der Begrüßung wurde es dunkel im Saal, die Souffleuse (oder auf Platt Toseggersch) Sandra Buthmann nahm Platz in ihrer kleinen Behausung und der Vorhang wurde wie immer manuell geöffnet. Auftritt Bernd Rechten, der seine Rolle als Landstreicher derart gekonnt verkörperte, dass man meinen könnte, er würde es hauptberuflich machen. Also das Schauspielern. Aber auch seine Kollegen vom Ensemble waren trotz aller Aufregung einer Premiere sehr gut aufgelegt. Zu sehen gab es einen lustigen Dreiakter, bei dem es sich nicht allein nur um die Farbe der Ferkel drehte. Gerd Thiesen (schön grantig dargestellt von Hinrich Buthmann) ist Großbauer, Gemeindevorsteher, Feuerwehrhauptmann und in erster Linie ein unangenehmer Zeitgenosse. Mit seinem Sohn Heino (Andreas Rugen) hat er sich ebenso überworfen wie mit Nachbar Ole Sörn (Gerjet Fecht). Seine Bediensteten (Hanna Rugen, Jutta Rechten, Claas Rechten) haben bei ihm nicht viel zu lachen. Ebenso die Gemeindevertreter (Sven Peter, Timo Finke, Philipp Willenbrock). Und auch Nachbarstochter Lotte Sörn (Jasmin Willenbrock), die in Heino verliebt ist, hat unter dem alten Grantler zu leiden. Wie man sich gegen diesen Tyrannen verschwört und ob der geläutert werden kann und ob sich alles zu einem Happy End zusammenfügt, davon erzählte das kurzweilige Stück.  dau

Termine

Noch bis zum Wochenende führt die Theatergruppe das Stück „Swattbunte Farken“ auf. Morgen, Mittwoch, Freitag und Samstag hebt sich der Vorhang um 19.30 Uhr. Eintritt: acht Euro.

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