SPD und Grüne einigen sich

Bürgermeisterwahl in Sottrum: Nicolas Fricke kandidiert als Dritter

Nicolas Fricke
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Nicolas Fricke aus Sittensen kandidiert als Samtgemeinde-Bürgermeister in Sottrum. Er wird von der SPD und den Grünen unterstützt.

Mit Nicolas Fricke gibt es nun einen dritten Kandidaten für das Samtgemeinde-Bürgermeisteramt in Sottrum. Der Sittenser wurde von der SPD und den Grünen ausgewählt, der Jurist ist in ihren Augen der Richtige, um weiter frischen Wind ins Rathaus zu bringen.

Sottrum – Die SPD und die Grünen in Sottrum sind bei ihrer Suche nach einem Samtgemeinde-Bürgermeisterkandidaten fündig geworden. Sie schicken Nicolas Fricke aus Sittensen ins Rennen. Von ihm erhoffen sich die beiden Parteien nach einer erfolgreichen Wahl neue Impulse im Rathaus. Wie vorher als Wunsch definiert, kommt Fricke nicht aus der Samtgemeinde selbst und hat auch keine Erfahrung in einer Verwaltung. Fricke ist Jurist und soll frischen Wind nach Sottrum bringen.

Damit gibt es nun drei Kandidaten, die sich bei der Kommunalwahl am 12. September um das Samtgemeinde-Bürgermeisteramt bewerben. Sottrums Gemeindedirektor und Samtgemeinde-Abteilungsleiter für Bildung, Soziales und Kultur, Holger Bahrenburg, hatte im Januar als Erstes seine Bewerbung bekannt gemacht. Der FDP-Fraktionschef im Samtgemeinderat, Robert Abel, verkündete im Frühjahr seine Kandidatur. Die CDU verzichtet nach der Absage des eigentlich von allen vier Parteien ausgesuchten Kandidaten Wolf Linne auf einen eigenen. SPD und Grüne wollten weiter gemeinsam jemanden aufstellen – und haben nach monatelanger Suche mit Nicolas Fricke einen „Ersatz“ für Linne gefunden.

Schon im Winter im Gespräch

Als Ersatz oder „Zweite Wahl“ sieht sich Fricke selbst natürlich nicht. Er sei schon im Winter im Gespräch gewesen, mit der SPD und den Grünen weitgehend einig. „Nur den anderen Parteien bin ich offenbar nicht vermittelbar gewesen“, sagt er im Gespräch mit der Kreiszeitung. Er lege aber weiter Wert darauf, unabhängig zu sein und zu bleiben. Die Aufgabe eines Samtgemeinde-Bürgermeisters sei ein „extrem spannendes Feld“. Es gehe darum, unter kommunalen Lebensbedingungen das Optimum für die Bürger herauszuholen. Er ist Volljurist, hat seinen Schwerpunkt im privaten Baurecht, bezeichnet sich deswegen auch selbst als „Schreibtischtäter“. „Nun möchte ich etwas machen, was man hinterher auch greifen kann.“

Fricke ist in Hamburg geboren, 2002 nach Sittensen gezogen und arbeitet für eine Kanzlei in Hollenstedt (Landkreis Harburg). Er ist verheiratet, hat einen Sohn und eine Tochter im Grundschulalter. Wenn er nach Hause kommt, habe die Familie Vorrang, erzählt er. Daneben gebe es noch einen Hund, die Sympathie für Fußball und Lesen in seinem Leben.

Fricke soll Innovationen und Entwicklungen initiieren

Die Grünen und die SPD beschreiben ihn in einer Pressemitteilung als kontaktfreudig und gut bei den Menschen ankommend – sowohl bei Kollegen also auch bei seinen Mandanten aus ganz unterschiedlichen Bereichen. Ganz wichtig sei für beide Parteien, eine Person gefunden zu haben, die, neben der fachlichen und persönlichen Eignung und Befähigung, von außen kommt, und daher Innovationen und Entwicklungen initiieren und umsetzen kann.

„Ein sehr gutes Beispiel ist hierfür Frau Wendt, die als Erste Samtgemeinderätin seit einem Jahr im Sottrumer Rathaus viele Dinge angestoßen und auch bereits erfolgreich umgesetzt hat. Mit Herrn Fricke als zukünftigen Samtgemeindebürgermeister wird diese positive Entwicklung den entscheidenden zusätzlichen Schub bekommen, um die Samtgemeinde Sottrum attraktiv und zukunftsfest zu machen“, so Simone Facktor, Sprecherin der Grünen Sottrum. Auch Fricke stützt sich im Falle eines Wahlsiegs auf eine partnerschaftliche Zusammenarbeit mit der Ersten Samtgemeinderätin. Er habe Erfahrung weder in der Politik noch in einer Verwaltung. Aber als Jurist sei er eben auch Generalist, könne sich schnell in Themen einarbeiten.

Nur drei Monate vor der Wahl bekanntgegeben

Programmatisch möchte er auf der einen Seite „alte Aufgaben“ wie der Erstellung der Jahresabschlüsse beenden. Dazu: „Schulen sind immer ein Thema.“ Der Klimaschutz steht ebenfalls auf der Prioritätenliste. „Wir müssen in dem Bereich tun, was möglich ist. Das schulden wir unseren Kindern.“

SPD und Grüne haben mit der Nominierung Frickes einen Abschluss mit der Causa Linne gefunden, aber das gerade einmal drei Monate vor der Wahl. Wenig Zeit für einen in Sottrum gänzlich Unbekannten, den Bürgern zu zeigen, was er kann. „Wir freuen uns auf einen interessanten und erfolgreichen Wahlkampf und sind uns sicher, mit Herrn Fricke den zukünftigen Samtgemeindebürgermeister gefunden zu haben“, sagt Gerd Helms, Vorsitzender des Ortsvereins Sottrum der SPD. Schon Anfang Juli beginnt laut Ankündigung von Grüne und SPD eben dieser Wahlkampf – mit einer Fahrradtour.

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