Bürgermeister Hermann Holsten ist verärgert über Vandalismus in Bötersen

Das Maß ist voll

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Die Idylle trügt. Vor ein paar Tagen sah es am Unterstand vom Regenrückhaltebecken noch ganz anders aus.

Bötersen - Graffiti am Bahnhof, Beschädigungen an öffentlichen Einrichtungen und Verwüstungen am neu gestalteten Regenrückhaltebecken – das traurige Ergebnis eines Wochenendes verärgert in der Gemeinde Bötersen momentan die Bürger.

Das Amt eines Bürgermeisters bringt viele Aufgaben mit sich. Nicht immer sind diese angenehmer Natur und manchmal auch noch ärgerlich und eigentlich unnötig. Bötersens Bürgermeister Hermann Holsten (CDU) kann derzeit ein Lied davon singen, denn er muss sich aktuell mit Geschehnissen befassen, die seine Geduld auf eine harte Probe stellen. „Dass Jugendliche vielleicht mal über die Stränge schlagen, und dabei auch einmal etwas zu Bruch geht, ist zwar unschön, aber damit kann ich umgehen. Schließlich waren wir alle mal jung und haben gewiss auch Fehler gemacht“, sagt Holsten.

Angesichts der mutwilligen Zerstörungen an Spiel- und Grillplätzen und anderen öffentlichen Einrichtungen in der Gemeinde fehlt ihm allerdings jegliches Verständnis. Besonders das Regenrückhaltebecken, dass die Landjugend in ihrer 72 Stunden Aktion mit viel Arbeit und Mühe zu einem idyllisches Kleinod umgestaltet hat, wurde von den Tätern in Mitleidenschaft gezogen. „Dort wurde der Fleiß und das Engagement vieler von einzelnen Randalierern buchstäblich mit Füßen getreten. Das ist ein großes Ärgernis“, erklärt Holsten sichtlich um einen neutralen Tonfall bemüht.

Mittlerweile sind die meisten Schäden wieder beseitigt, aber der Ärger über diese sinnlosen Zerstörungen ist geblieben. Was die Täterschaft angeht, so gibt es bereits begründete Verdachtsmomente, doch der Kontakt zu den betreffenden Familien sei eher kontraproduktiv gewesen, da sich die jeweiligen Eltern gleichgültig gegenüber der Sachlage gegeben hätten. Doch für die Gemeindeverwaltung ist jetzt das Ende der Fahnenstange erreicht. Bei neuerlichen Vorfällen dieser Art soll in Zukunft die Polizei hinzugezogen werden. Dann würden bei Ermittlung der Täter auf jeden Fall auch die Eltern haftbar gemacht, so Holsten. Abschließend appelliert er noch an die Bevölkerung in der Gemeinde, die Augen offen zu halten und die Courage zu besitzen, sich bei der Gemeindeverwaltung zu melden, wenn derartige Taten beobachtet werden. „Der einfachste Weg wäre es allerdings, wenn die Täter einmal den gesunden Menschenverstand einschalten und die Unsinnigkeit ihres Handelns erkennen würden“, sagt Holsten mit einem Anflug von Hoffnung.

dau

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