Bürgermeister Hans-Jürgen Krahn zeigt seinen Lieblingsplatz am Heimathaus

Ein Bereich, der Spaß macht

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Bürgermeister Hans-Jürgen Krahn hält sich am liebsten auf dem Gelände des Heimathauses auf.

Sottrum - Von Jessica Tisemann. Jeder kennt das Heimathaus in Sottrum. Viele waren bereits da, ob zu einer privaten Feier oder einer der zahlreichen Veranstaltungen. Auch Sottrums Bürgermeister Hans-Jürgen Krahn kennt sich im Heimathaus und auf dem Gelände drum herum ganz besonders gut aus – ist er doch gleichzeitig Vorsitzender des Sottrumer Heimatvereins. So überrascht es auch nicht, dass sich der Politiker dort am liebsten aufhält.

Das Heimathaus sei nicht nur der Mittelpunkt von Sottrum, sondern auch ein Platz mit Leben, so der Bürgermeister. „Ob es der Heimatverein mit seinen vielen Helfern ist oder auch die anderen Institutionen. Alle hauchen diesem Platz Leben ein.“ Und so muss es auch sein, findet Krahn.

Doch es war nicht immer so. Noch Mitte der 90er Jahre habe es auf dem Gelände noch ganz anders ausgesehen. Das Haus stammt aus dem Jahr 1630 und stand lange Zeit in der Nachbargemeinde Hassendorf. Das Gebäude war zwar baufällig, doch das innere Balkengefüge und das Fachwerk waren noch in gutem Zustand.

Der Rat der Gemeinde habe sich dann auf Anregung des Sottrumer Heimatvereins dazu entschlossen, dass Gebäude zu kaufen. Dann galt es, das Bauernhaus in Hassendorf abzubrechen und 1995/96 im Ortskern wieder aufzubauen. „Viele Besucher Sottrums, die es von früher nicht kennen, glauben, es ist hier schon immer so gewesen“, erklärt Krahn.

Ob Markt an der Wieste, Erntefest oder auch Weihnachtsmarkt, zu jeder Jahreszeit ist im Sottrumer Ortskern etwas los. Auch viele Hochzeiten und Geburtstage feiern die Bürger in „ihrem“ Heimathaus. „Es ist einfach ein Bereich Sottrums, der Spaß macht“, zeigt sich der Bürgermeister begeistert.

Wie sehr die Sottrumer den Platz im Mittelpunkt der Wiestegemeinde mögen, habe sich im vergangenen Jahr gezeigt. Anfang August stockte den Anwohnern der Atem. Ein eingeschalteter Herd hatte einen Schwelbrand ausgelöst. Knapp 60 Einsatzkräfte kämpften um das historische Gebäude. Glutnester unter dem Reetdach machten die Arbeiten schwierig. Mit einer Motorsäge mussten die Feuerwehrmänner das Dach von innen öffnen, um den Brand zu löschen. Hans-Jürgen Krahn konnte nur daneben stehen und das Treiben beobachten. Die Feuerwehrkräfte gaben ihr Bestes und retteten das Heimathaus. „Die Verbundenheit dem Heimathaus gegenüber war überwältigend“, ist Krahn noch heute begeistert.

Ein Jahr später ist davon nichts mehr zu sehen. Mittwochs ist die Haus- und Hoftruppe des Heimatvereins im Einsatz – und auch der Vorsitzende ist oftmals mit dabei. „Leider habe ich nicht immer Zeit dafür, aber es macht mir viel Freude, wenn wir dann gemeinsam etwas an diesem Platz machen“, so Krahn. So wie es vielen Menschen Freude mache, sich ehrenamtlich zu engagieren. „Bei denen muss ich mich immer wieder bedanken. Egal was und auch wo sie etwas für die Allgemeinheit tun“, so Krahn. Ergänzt werde das Bild seines Lieblingsortes übrigens von der neugestalteten Nordseite der Kirche direkt gegenüber.

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