Bürgerbus fährt wieder, sucht aber noch Leute

Sie suchen händeringend und kurzfristig nach Fahrern für den Bürgerbus: Wilfried Wolters (v.l.), Werner Döscher und Rainer Bachmann.
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Sie suchen händeringend und kurzfristig nach Fahrern für den Bürgerbus: Wilfried Wolters (v.l.), Werner Döscher und Rainer Bachmann.

Sottrum – Wenn nach mehr als vier Monaten Corona-Pause am 3. August der Sottrumer Bürgerbus wieder durch die Samtgemeinde rollt, wird dies die offizielle Jungfernfahrt für den neuen Bus im Linienbetrieb sein. Die Freude darüber ist aber bei den Verantwortlichen des Bürgerbusvereins noch etwas getrübt. „Wir brauchen dringend weitere Fahrer, die ehrenamtlich vormittags oder nachmittags die Tour übernehmen“, sagt Wilfried Wolters, der zusammen mit Rainer Bachmann und Werner Döscher die Fahrdienstleitung bildet.

Grund dafür ist hauptsächlich, dass bei den Fahrern der ersten Stunde wieder die alle fünf Jahre erforderliche Gesundheitsprüfung anstand und sie diese nicht wieder erneuern lassen wollten. „Viele begannen, Bürgerbus zu fahren, als sie bereits im Rentenalter waren. Daher ist oftmals nach zehn Jahren der Zeitpunkt gekommen, den Bus nicht mehr steuern zu wollen“, kann Wolters den Rückzug seiner Mitstreiter gut nachvollziehen. Um die Reihen wieder aufzufüllen, machen die Fahrdienstleiter Werbung für die ehrenamtliche Aufgabe. „Ich habe Zeit und fahre gerne Auto“, erzählt Rainer Bachmann.

Als er damals einen Artikel las, dass für den neugegründeten Bürgerbusverein Fahrer gesucht werden, war er sofort angetan. „Ich dachte: Busfahren muss Spaß machen“, erinnert er sich. Außerdem hat der soziale Aspekt, mit dem eigenen Engagement anderen zu helfen, für ihn einen hohen Stellenwert. Durch Corona darf er sogar noch etwas mehr Zeit hinter dem Steuer des Bürgerbusses verbringen, denn die Gültigkeit der Gesundheitsprüfung wurde im März durch die Pandemie bis Oktober ausgeweitet. Auch wenn er die Lizenz nicht weiter verlängern wird, geht der 76-Jährige dem Verein nicht verloren. „Ich werde mich weiter um die Fahrdienstleitung kümmern“, verspricht Bachmann.

Der Weg zum Bürgerbusfahrer ist ganz einfach: So ist ein Gesundheitscheck zu absolvieren, für den der Bürgerbusverein die Kosten übernimmt. Mit der Bescheinigung vom Arzt sowie dem Führungszeugnis wird die Erlaubnis beantragt, den Bus mit bis zu acht Gästen zu steuern. Um die Neuen nicht ins kalte Wasser zu schubsen, werden sie bei ihren ersten Schichten begleitet. „Bei den Planungen berücksichtigen wir natürlich die Wünsche der Fahrer“, so Werner Döscher. So kann entweder von 7.45 bis 12 Uhr oder von 14.30 bis 19 Uhr an einem oder gleich mehreren Tagen im Monat gefahren werden. Die Fahrt mit dem Bürgerbus ist nicht schwierig: „Der Bürgerbus braucht nur am Bahnhof, wo viel Platz ist, gedreht zu werden, sonst geht es nur vorwärts“, betont Bachmann augenzwinkernd.

Wer sich ehrenamtlich engagieren möchte und sich von den Möglichkeiten beim Bürgerbusverein angesprochen fühlt, kann sich mit Rainer Bachmann (Telefon 04264 / 1601), Werner Döscher (0152 / 55335679) oder 04264 / 2750) oder Wilfried Wolters (0170 / 4852952) oder 04264 / 1587) in Verbindung setzen.

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