Keine Börse des Förderkreises der Kirchengemeinde ab 2018

Ahauser Bücherflohmarkt steht vor dem Aus

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Dagmar Kaßburg vor dem Regal im Gemeindehaus, wo man ab sofort Bücher für einen guten Zweck kaufen kann.

Ahausen - Von Matthias Röhrs. Mehr als ein Jahrzehnt lang hat der Förderkreis der St.-Marienkirche in Ahausen seine Projekte mit dem Bücherflohmarkt teilfinanziert. Doch nun ist aller Voraussicht nach Schluss mit dieser Veranstaltung.

Ein Wasserschaden zwingt die Organisatoren um Dagmar Kaßburg zur Absage des eigentlich für Februar 2018 geplanten Flohmarkts. Eine Wiederaufnahme der Idee für das Jahr darauf ist unwahrscheinlich. Schwierigkeiten gibt es mehrere.

Die Verluste durch den Wasserschaden im Bücherlager der Kirchengemeinde ist immens: Ungezählte Bücher mit einem Volumen von zehn Kubikmetern sind hinüber. Manche sind feucht, bei manch anderen hat schon die Zersetzung eingesetzt. „Rund hundert Bananenkisten voller Bücher hatten wir“, sagt Kaßburg – mittlerweile sind alle von einer Fachfirma entsorgt worden.

Erlös finanziert Sachen, „für die sonst kein Geld da ist“

Eigentlich hätten die gespendeten Bücher natürlich nicht in einem Container, sondern in den Bücherregalen der Käufer landen sollen. Mit dem Erlös hätte der Förderkreis Investitionen der Kirchengemeinde mitfinanziert. Das große Projekt zurzeit: Eine neue Tonanlage für die Marienkirche, für die der Förderkreis sammelt. In den vergangenen Jahren bezahlte man mit dem Geld unter anderem mobile Bühnenelemente, einen Beamer mit Leinwand, Tannenbaumschmuck und mehr, was man als Kirchengemeinde so Praktisches braucht. „Wir schaffen die Sachen an, für die sonst kein Geld da ist“, fasst Kaßburg zusammen.

Sollte der Förderkreis den Bücherflohmarkt wieder aufleben lassen, braucht er allerdings zunächst einen neuen Lagerraum, vor allem aber Ehrenamtliche, die sich um die Logistik kümmern möchten. „Das ist schwere, körperliche Arbeit“, sagt Kaßburg. Mindestens sieben Freiwillige wären nötig, um die Tausenden von Büchern, CDs, DVDs und Spiele, die in Ahausen sonst über den Ladentisch gingen, vom Lagerraum zum Verkaufsort zu bringen – und die unverkauften auch wieder zurück.

Förderkreis denkt über neue Wege nach

Im Pfarrhaus hat der Förderkreis indes eine Art dauerhafte Bücherbörse eingerichtet. Aus einem Regal im Gemeindehaus kann man ab sofort gegen eine Spende das ganze Jahr über Bücher kaufen. Einige Bücher sind noch vorhanden, besonders freue man sich aber, wenn jemand noch ein weiteres Bücherregal spenden würde, so Pastorin Marita Meixner.

Der Förderkreis will nun darüber nachdenken, auf welche Weise er in Zukunft Spenden sammeln will. Kaßburg versucht, dem Schaden etwas Positives abzugewinnen: „Bücherflohmärkte gibt es jetzt überall. Wir können uns jetzt etwas Neues überlegen.“

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