Ausschuss gibt grünes Licht für überarbeitetes Feuerwehr-Konzept in Sottrum

Brandschützer können aufrüsten

Ein Feuerwehrmann bei einem Brand bei Hellwege. Die Wehren in der Samtgemeinde werden weiter aufgerüstet.
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Ein Feuerwehrmann bei einem Brand bei Hellwege. Die Wehren in der Samtgemeinde werden weiter aufgerüstet.

Sottrum –Neue oder erweiterte Gebäude, zusätzliche Fahrzeuge und eine hauptamtliche Unterstützung der Feuerwehren: Für Gemeindebrandmeister Björn Becker war der Donnerstagabend ein erfolgreicher. Ohne große Diskussionen hat der Samtgemeinde-Feuerwehrausschuss der Überarbeitung des Feuerwehrkonzeptes bis 2026 zugestimmt. Es stellt die Planung der in Zukunft zu tätigen Investitionen in den Brandschutz dar, und davon gibt es in den kommenden sechs Jahren einige. Auch, weil die Sottrumer Feuerwehr mittelfristig zu einer sogenannten Schwerpunktfeuerwehr aufgestockt werden muss. Zudem soll es erstmals einen hauptamtlichen Gerätewart geben. Ausgearbeitet hat das Konzept eine Arbeitsgruppe aus Gemeindekommando sowie Politik und Verwaltung.

Dieser soll die Feuerwehren in Zusammenarbeit mit den Ehrenamtlichen vor Ort sozusagen in Schuss halten. Er soll die Arbeit der Ehrenamtlichen aber „nicht schmälern, sondern unterstützen“, so Ausschussvorsitzender Hermann Rugen (CDU) – selbst ehemaliger Ortsbrandmeister der Freiwilligen Feuerwehr Hassendorf. „Es gibt eine Menge Arbeit, die wir nicht nur auf die Ehrenamtlichen abwälzen können“, so Becker. Im Stellenplan ist nun eine halbe Stelle für diesen Posten vorgesehen, die Erste Samtgemeinderätin Kerstin Wendt stellte in Aussicht, diese mit einer ebenfalls geplanten halben Stelle am Klärwerk zu verbinden, um in der Ausschreibung attraktiver zu sein.

Mehr als drei Millionen Euro wird die Samtgemeinde laut Konzept in die Feuerwehren investieren. Mittelfristig wird sie die 15000-Einwohner-Marke überschreiten, und damit ist eine Schwerpunktfeuerwehr fällig. Die Vorgaben erfüllt die Sottrumer Gemeindefeuerwehr den Worten Beckers nach bereits, auch weil ein weiteres Fahrzeug angeschafft wird. Das größte Projekt stellt allerdings ein neues Logistikzentrum für alle Samtgemeinde-Feuerwehren dar. Dies soll in Sottrum gebaut werden und unter anderem eine neue, größere Kleiderkammer sowie Schulungsräume beherbergen. Zudem sind neue Mannschaftswagen – Kleinbusse – im Gespräch.

Diskussionsbedarf gab es dennoch: Jedoch nicht in der Sache, sondern in der Finanzierbarkeit. Wolfgang Harling (SPD) sprach eine eventuelle Verschiebung mancher Investitionen an, um den Haushalt im kommenden Jahr zu entlasten. Er ist Bürgermeister in Hellwege, und seine Amtskollegen und er sehen erhebliche Belastungen auf die Mitgliedsgemeinden zukommen. Sie müssen laut Haushaltsentwurf eine Samtgemeindeumlage von mehr als 5,3 Millionen Euro stemmen. Zudem plane die Samtgemeinde etwa mit dem Rathaus-Ausbau weitere große Investitionen. Marco Körner (Grüne), noch Bürgermeister in Reeßum, sagte: „Das könnte manchen Gemeinden das Genick brechen.“ Das Thema Umlage könnte beim für den 10. Dezember angesetzten Finanzausschuss wieder auf den Tisch kommen.

„Wir brauchen uns Feuerwehr-seitig keine Sorgen machen“, stellte Gemeindebrandmeister Becker fest. Die Mitgliederzahlen seien leicht steigend. Man liege damit im niedersachsenweiten Trend. Noch in Ordnung, aber nicht ganz so positiv falle hingegen die Tagesverfügbarkeit aus, also die Zahl der Brandschützer, die tagsüber Einsätze machen können. „In einigen Orten sind das weniger, als wir uns wünschen würden“, so Becker. Man müsse das Ehrenamt hier attraktiver machen. Leute, die tagsüber vor Ort sind, gebe es genug, „sie sind nur nicht bei der Feuerwehr“.

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