Neue Generation übernimmt Verantwortung

Bötersens Landjugend formiert sich neu

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Justine Diercks (v.l.), Marvin Klindworth und Gesa Grünig bilden den Vorstand der Landjugend. 

Bötersen - Von Matthias Daus. Irgendwann war es soweit: Die Luft war raus. Die Landjugend Bötersen lag auf Eis, und es war ungewiss, wie es weitergehen würde und ob es überhaupt weitergehen kann. Rund ein Jahr hielt dieser Zustand an. Dass es jetzt aktuell einen neuen Vorstand gibt und auch wieder Zukunftspläne geschmiedet werden können, liegt weitestgehend daran, dass die Jugendlichen untereinander nie so recht den Kontakt verloren haben.

Das traditionelle Eiersuchen Anfang des Jahres war dabei so etwas wie eine Initialzündung. „Wir haben uns alle sehr gut verstanden, danach haben wir uns immer häufiger getroffen“, sagt Justine Diercks, die zweite Vorsitzende der Landjugend. Die zunächst kleinere Gruppe bekam immer mehr Zulauf, und daraus entstand der Gedanke, sich wieder als Landjugend zu organisieren.

Mit Marvin Klindworth hatten sie auch jemanden in ihren Reihen, der sich mit dem Gedanken anfreunden konnte, den Vorsitz zu übernehmen. „Ich bin da vielleicht etwas vorbelastet, weil meine Schwester früher hier auch Vorsitzende gewesen ist und auch auf Kreisebene im Vorstand war“, erklärt er. Doch bevor aus einer Gruppe Jugendlicher wieder eine Landjugend werden konnte, musste noch einiges bedacht werden, und ein gewisses Maß an bürokratischem Aufwand war zu bewältigen.

Hilfe erhielten sie dabei von Cord Trefke, dem in zweifacher Hinsicht daran gelegen war, dass diese Reunion auf den Weg gebracht werden konnte. Zum einen, weil er vor einigen Jahren selbst Vorsitzender gewesen ist, und zum anderen, weil er als einer der Initiatoren von „Unser Dorf hat Zukunft“ in der Gemeinde Bötersen gerade auf die Jugend ein Augenmerk hat: „Einfach gesprochen, ist die Jugend unsere Zukunft, und wenn sie sich organisieren will, ist es doch selbstverständlich, dass ihr dabei geholfen wird“, sagt er.

Alte Traditionen fortführen oder wiederbeleben

Nach einiger Vorbereitungszeit gab es nun die wichtigen Neuwahlen, und neben Marvin Klindworth (erster Vorsitzender) und Justine Diercks (zweite Vorsitzende) haben sich auch noch Gesa Grünig (dritte Vorsitzende), Yannik Röhrs (Kassenwart) und Finnja Holsten (Schriftführerin) bereit erklärt, Verantwortung zu übernehmen. Für die Zukunft haben sie sich vorgenommen, alte Traditionen fortzuführen oder wiederzubeleben – wie zum Beispiel das Grillen für Konfirmanden, das Schlagballturnier am Karfreitag oder die Organisation des Fastnachtsballes mit dem dazugehörigen Kindertanz.

Auch neue Ideen wollen sie verwirklichen. „Ein Projekt, das wir auf die Beine stellen möchten, ist das Einsammeln der Weihnachtsbäume aus den Haushalten der Gemeinde“, erläutert der erste Vorsitzende. Auch eine Vernetzung mit Landjugend-Gruppen aus anderen Gemeinden ist denkbar und erwünscht. Großes Ziel aller Aktiven ist, im übernächsten Jahr wieder eine 72- Stunden-Aktion durchzuführen.

Aktuell haben sich rund 35 Mitglieder zusammengefunden, und über Zuwachs würden sie sich immer freuen. „Wer zu uns kommen will, oder einfach nur einmal reinschnuppern möchte, ist jederzeit willkommen, auch wenn er nicht aus unserer Gemeinde stammt“, sagt Klindworth. Interessierte können sich an den Vorstand oder an einen Jugendlichen ihres Vertrauens wenden.

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