Bötersener sprechen sich für Projekt aus

Dorfladen in Bötersen bleibt machbar

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Der alte Dorfladen in Bötersen ist schon seit einiger Zeit geschlossen. Viele Einwohner wollen selbst aktiv werden.

Bötersen - Von Matthias Daus. Der geplante Dorfladen, der in der Gemeinde Bötersen ein unvermindert aktuelles Thema ist, ist wieder einen Schritt vorangekommen. Denn sowohl die Auswertungen der Fragebögen an die Bürger, als auch eine Machbarkeitsstudie können mit ersten Ergebnissen aufwarten.

74 Prozent – das ist die Rücklaufquote der Fragebögen, die von der Arbeitsgruppe Dorfladen an die Bewohner der Gemeinde Bötersen ausgegeben worden waren. Damit man diese Zahl besser einordnen kann, ist es hilfreich, zu wissen, dass es bei vergleichbaren Projekten in der Regel die Quote bei unter 40 Prozent liegt. Zahlen also, anhand derer man den Stellenwert eines Dorfladens für die Bötersener belegen kann.

Nun ist die Anzahl der abgegebenen Bögen allein kein Gradmesser dafür, ob die Bürger auch hinter einem solchen Projekt stehen. Entscheidend ist, was sich hier durch die Auswertung ergibt. Und auch hier gibt es für die Arbeitsgruppe erfreuliche Ergebnisse zu vermelden: So sind rund 90 Prozent derjenigen, die ihren Fragebogen ausgefüllt zurückgegeben haben, für eine Verbesserung der Versorgungssituation in der Gemeinde, wobei ein Dorfladen ganz oben auf der Hitliste steht. 

Öffnungszeiten, Produkte und Preise müssen passen

Wichtigste Kriterien sind dabei kundenfreundliche Öffnungszeiten, regionale und lokale Produkte als Bestandteil der Angebotspalette sowie die Preisgestaltung, die sich möglichst an anderen Einkaufsmöglichkeiten orientieren sollte. Viele Befragte haben angegeben, sich bei dem Projekt einbringen zu wollen, sowohl ehrenamtlich als auch entgeltlich. „Außerdem haben wir schon 118 Zusagen für eine Anteilszeichnung. Das sind 39 Prozent und für den ersten Wurf echt klasse“, freut sich Cord Trefke von der Arbeitsgruppe Dorfladen.

Zusätzlich gäbe es auch einige, die noch unsicher sind, und manche, die es sich noch offen halten, bis es einen genauen Betrag für einen solchen Anteil gibt. Im jetzigen Einkaufsverhalten der Befragten hat Sottrum als Standort deutlich die Nase vorn vor Rotenburg. Ebenso deutlich fiel das Ergebnis aus, woher Versorgungspartner wie Bäckereien oder Fleischereien für den Dorfladen kommen sollten. Hier lag das Votum eindeutig bei den Sottrumer beziehungsweise Bötersener Betrieben. Als Dienstleistungen, die angeboten werden sollten, sind ein Postdienst und ein Bargeldservice ganz oben auf der Liste.

Jetzt geht es um Fördermittel

Diese und viele weitere Ergebnisse sorgen für reichlich Input bei der Arbeitsgruppe, die sich nun damit befassen wird, ob und wie das alles umsetzbar ist. Hilfreich dabei ist eine Machbarkeitsstudie, die Wolfgang Gröll von der Vereinigung multifunktionaler Dorfläden parallel durchgeführt hat und deren Ergebnisse eine positive Tendenz aufzeigen. „Es ist soweit alles realistisch und machbar. Wir werden jetzt einen groben Rahmen ermitteln. Also über welches Kapital können wir verfügen und was können wir damit machen“, erläutert Trefke. Dabei sei man momentan ergebnisoffen, was die Standortfrage und den Umfang des Projektes angeht. 

Eine weitere Säule in der Finanzierung ist die Beantragung von Fördermitteln. Es gäbe verschiedene Töpfe, aus denen man gefördert werden könne, heißt es dazu aus der Arbeitsgruppe. Anträge müssten bis September gestellt werden. Deshalb herrscht nun rege Betriebsamkeit hinter den Kulissen, denn um eine Förderung erhalten zu können, muss ein stimmiges Konzept vorgelegt werden, das es nun auszuarbeiten gilt. „Wir wollen dieses Projekt auf breite Schultern stellen und werden uns zu gegebener Zeit mit den Bürgern zusammensetzen und klären, was alles beachtet werden muss“, sagt Cord Trefke abschließend.

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