Bötersener Eltern müssen für Kita-Gebühren tiefer in die Tasche greifen

Mehr Geld für die Betreuung

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Der Kindergarten beschäftigt die Mitglieder im Gemeinderat.

Bötersen - Bei der jüngsten Sitzung des Gemeinderates in Bötersen mussten sich die Mitglieder mit einigen Neuerungen beim Kindergarten beschäftigen. Unter anderem müssen die Eltern mehr Geld für die Betreuung bezahlen.

Hinter dem nüchternen Begriff Sozialstaffel verbirgt sich die Höhe der Gebühren, die die Eltern der Kinder je nach Verdienst entrichten müssen. Die Gemeinde war angehalten sich mit ihren Beiträgen an das Niveau der anderen Kindergärten in der Samtgemeinde Sottrum anzupassen. Die neuen Beiträge belaufen sich ab dem 1. August auf 80, 100, 125 und in der höchsten Stufe auf 180 Euro. „Das wird wahrscheinlich für reichlich Diskussionen sorgen, aber wir sind damit im mittleren Bereich der Samtgemeinde“, führte Bürgermeister Herrmann Holsten (CDU) bei der Erklärung aus.

Diese Maßnahme bleibe unter Beobachtung und könne in ein paar Jahren neu überdacht werden, hieß es weiter. Für Eltern, die zeitgleich zwei oder mehrere Kinder im Kindergarten angemeldet haben, gibt es Sonderregelungen, bei denen die Eltern beispielsweise für das zweite Kind nur 50 Prozent des Betrages entrichten müssen.

Außerdem einigten sich die Mitglieder auf Änderungen bei den Öffnungszeiten. Mit Beginn des neuen Kindergartenjahres am 1. August soll die Einrichtung nur noch bis 13 Uhr geöffnet sein – und damit 30 Minuten weniger als bisher. Dieser Schritt sei notwendig, weil das derzeit erweiterte Betreuungsangebot nur sehr gering genutzt werde und daher wirtschaftlich nicht mehr zu vertreten sei, erklärte Holsten. In fraktionsübergreifenden Wortmeldungen bedauerten die Ratsmitglieder die Verkürzung zwar, aber sahen sie als alternativlos an. Auch dieser Beschluss ist zunächst für ein Jahr gültig.

Zu den weiteren Beschlüssen des Abends gehörte die Teilnahme am Handlungskonzept 2030, das die Gemeinde „zunächst wohlwollend begleiten will“.

Außerdem stimmten die Ratsmitglieder dem Antrag des TSV Bötersen-Höperhöfen auf eine finanzielle Zuwendung für die Feier zum 50-jährigen Bestehen des Vereins zu und legten sich nach einer kurzen Diskussion auf 1000 Euro fest. Die Einrichtung von den sogenannten Notfallpunkten in Bötersen hat die Gemeinde auf die Sitzungszeit nach der Sommerpause verschoben.

Bürgermeister Hermann Holsten ging auch noch einmal auf den Erfolg der Gemeinde beim Kreiswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ ein. „Das Signal für die Teilnahme kam damals durch einen Ratsbeschluss. Wie sich jetzt herausgestellt hat, eine wichtige und auch richtige Entscheidung.“

dau

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