Geduld ist das Gebot der Stunde

Arbeitsgruppe gibt aktuellen Stand zum Bötersener Dorfladen

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Beim Tag der offenen Tür stellten sich auch die Hersteller regionaler Produkte vor.

Sottrum - Von Matthias Daus. Auf der einen Seite die Präsentation dessen, was man bisher geleistet hat und auf der anderen Seite aufzeigen, wie der weitere mögliche Verlauf des Projektes aussehen kann. Für die Arbeitsgruppe Dorfladen in der Gemeinde Bötersen war der Tag der offenen Tür am vergangenen Samstag in mehrfacher Hinsicht ein wichtiger Baustein ihrer Arbeit.

Eines der vielen Gerüchte, die im Vorfeld zu dem Tag der offenen Tür für das Projekt Dorfladen in der Gemeinde Bötersen kursierten, war, dass dessen Fortbestand infrage steht. Das konnte die Arbeitsgruppe am Samstag eindeutig widerlegen. Allerdings mussten die Mitglieder dafür andere Dinge klarstellen. „Manch einer dachte, dass dies hier schon die Neueröffnung des Ladens wäre. Dem ist natürlich nicht so“, sagte Arne Brunckhorst, Sprecher der Gruppe. Man wolle lediglich den Stand der Dinge visuell gestalten und welcher Ort lag dabei näher, als das zukünftige und altbekannte Ladengebäude an der Dorfstraße, das schon bis Oktober 2017 die Einkaufsmöglichkeit im Herzen von Bötersen beherbergt hatte.

„Wir hatten im Vorfeld kräftig die Werbetrommel gerührt“, so Brunckhorst, „denn schließlich ist dieser Tag auch eine Art Gradmesser dafür, wie es um die Akzeptanz in der Bevölkerung bestellt ist.“

Gewisse Erwartungshaltung vorhanden

Eine gewisse Erwartungshaltung seitens der Organisatoren habe es dabei schon gegeben, aber letztendlich habe man nicht wissen können, wie dieser Tag verlaufen würde. Die letzten Zweifel wurden dann um 14 Uhr, pünktlich zum Beginn der Veranstaltung, aus dem Weg geräumt, als ein regelrechter Besucheransturm in den Laden strömte – und das sollte sich auch bis zum Ende gegen 18 Uhr nicht ändern. Auf die Gäste wartete ein Blick hinter die Kulissen mit vielen Informationen und Gesprächen mit den Arbeitsgruppenmitgliedern, die fleißig Auskünfte darüber erteilten, wie es mit dem Projekt weiter gehen wird. Außerdem vor Ort waren einige lokale Produzenten von Lebensmitteln, die auch zukünftig ihre Produkte in diesem Laden anbieten wollen.

Zwei- und dreidimensionalen Zeichnungen an den Wänden stellten die mögliche zukünftige Aufteilung des Ladens dar, sodass sich die Besucher einen direkten Eindruck davon verschaffen konnten, wie es später im Groben einmal aussehen könnte. Zusätzlich wurden per Zeitstrahl die Historie und die weitere Entwicklung des Projektes aufgezeigt.

Anteilszeichner geben bis zu 50.000 Euro

„Der Erfolg des ganzen Unterfangens hängt im Wesentlichen von einigen Faktoren ab, und manche davon können wir nur bis zu einem gewissen Grad selbst beeinflussen“, sagte Brunckhorst. „Ab diesem Punkt müssen wir die Dinge auf uns zukommen lassen.“ In erster Linie gehe es dabei natürlich ums Finanzielle. Bei den Anteilszeichnungen sei man auf einem sehr guten Weg. „Vor dieser Veranstaltung konnten wir bereits 44.500 Euro als feste Zusagen verbuchen und heute sind noch einmal einige dazu gekommen, sodass wir berechtigte Hoffnungen haben, an der 50.000 Euro Marke zu kratzen“, freute sich der Sprecher der Gruppe und verwies darauf, dass auch weiterhin jederzeit die Möglichkeit bestehen bliebe, einen Anteil zu erwerben.

Eine zweite und entscheidende Säule bei der Finanzierung bleiben die beantragten Fördermittel, über deren Zuteilung in der Zeit vom 15. Februar 2019 bis zum 31. März 2019 entschieden wird. Erst danach könne man sich aktiv an den notwendigen Umbau des Gebäudes machen und je nach Höhe der bewilligten Mittel müsse man sehen, was umsetzbar wäre und was nicht.

Bis dahin, so Brunckhorst, gäbe es noch viele Dinge, die geplant werden könnten und auch die Suche nach möglichen Arbeitskräften oder einem Marktleiter könne in dieser Zeit forciert werden. Zusammengefasst kann man sagen: Alles ist möglich, vieles wird getan, und Geduld ist das Gebot der Stunde. Das Projekt Dorfladen steht jedenfalls auf stabilen Beinen und die Arbeitsgruppe ist mit den Dingen, die erforderlich und möglich sind, auf dem Stand, der zu diesem Zeitpunkt erreichbar ist.

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