Gemeinderat stellt 10. 000 Euro bereit

„Unser Dorf hat Zukunft“: Bötersen will landesweit glänzen

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Nachdem die Gemeinde Bötersen vor zwei Jahren den Kreiswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ gewonnen hatte, möchte das Dorf 2018 auch auf Landesebene überzeugen.

Bötersen - Von Joris Ujen. Bötersen hat Blut geleckt: Die Gemeinde mit den Ortsteilen Höperhöfen und Jeerhof hatte im Jahr 2015 den Kreiswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ gewonnen, ein Jahr später besuchte eine Abordnung den Landessieger aus Bohlsen bei Uelzen, um sich einige Tipps für den großen Gewinn einzuholen.

Denn die 1.070-Seelen-Gemeinde will im nächsten Jahr auf Bezirks- und Landesebene antreten. Viele Projekte für den Wettbewerb wurden bereits gesammelt, weitere sollen folgen. Offene Ideen könnten von der „GesundRegion Wümme-Wieste-Niederung“ gefördert werden. Um zu sehen, was alles möglich ist, lud der Gemeinderat Regionalmanager Marcel Bonse zur Sitzung am Dienstag in das Gasthaus Hoops ein. Die Finanzierung für den anstehenden Wettbewerb übernimmt die Gemeinde.

Mitte Juni 2018 möchte Bötersen auf Bezirks- und im September auf Landesebene, falls qualifiziert, sein Dorf präsentieren, gab Cord Trefke (CDU), Rats- und Orga-Team-Mitglied, bekannt. Dafür veranschlagt das sechsköpfige Projekt-Gremium rund 10.000 Euro. „Wir haben uns an den Mitteln für den Kreiswettbewerb orientiert“, begründete Trefke die Summe. „Man weiß ja im Vorfeld nie genau, wie viel man dafür benötigt. Beim letzten Mal kam das aber gut hin mit der Summe“, ergänzte ihn Parteikollegin Ulrike Fajen. Einstimmig bewilligte der Rat die Finanzspritze. Sollte das Kapital nicht ausreichen, müsste die Gemeinde Bötersen noch weiteres Geld in den Haushalt einstellen, so Ortsbürgermeister Hermann Holsten (CDU) während der Sitzung.

Schon viele Ideen gesammelt

Laut Trefke sind schon viele Ideen für „Unser Dorf hat Zukunft“ von den einzelnen Arbeitsgruppen gesammelt worden. Ein Projektvorschlag soll eine Lücke im Dorf füllen: Nachdem der Dorfladen vor einem Monat schließen musste, soll nun ein neuer realisiert werden. Darum bemüht sich die Arbeitsgruppe „Wirtschaft und Verkehr“. „Der soll wie der alte Dorfladen nicht nur die Grundversorgung abdecken, sondern auch als Treffpunkt, Paketannahmestelle und Lotto-Service dienen“, erklärt Trefke auf Anfrage der Kreiszeitung. „Anstehende Veranstaltungen im Dorf sollen dort ebenfalls wieder aushängen.“ Wie genau das Projekt umgesetzt wird, ist noch offen. Das Orga-Team befasst sich zudem mit anderen Projektideen wie beispielsweise die Erweiterung der Bötersener Homepage und die Förderung der „Gesunden Pause“ an der Grundschule Bötersen. Weitere Vorschläge sollen am 28. Januar bei einer ersten Bürgerversammlung kommuniziert werden, so der Christdemokrat weiter. „Wir sind immer offen für neue Ideen.“

Antrag bis Mitte August 2018

Weil der Zeitpunkt für eine Machbarkeitsstudie seitens der „GesundRegion“ erst Ende 2018, Anfang 2019 möglich ist, sollen offengebliebene Projektideen vom Dorfwettbewerb im Idealfall gefördert werden. Bis Mitte August 2018 wollen die Organisatoren den Antrag dafür stellen. Verläuft alles nach Plan, kommen im Folgejahr die Fördergelder von der „GesundRegion“ nach Bötersen, erläuterte Marcel Bonse in seinem Vortrag die Abwicklung. „Wichtig dabei ist, dass die Gemeinde vorweisen muss, ob sich eine Förderung lohnt“, so der Regionalmanager. Die Zuwendungen zur integrierten ländlichen Entwicklung (Zile) veräußert die „GesundRegion“ bei Basisdienstleistungen wie beispielsweise Grundversorgungszentren, Einrichtungen für Kinder und Jugendliche oder Mobilitätsdienstleistungen, Freizeit- sowie Kulturangebote. Des Weiteren bezuschusst die „GesundRegion“ den Tourismusbereich bei der Aktivitäts- und Freizeitinfrastruktur sowie der Ausschilderung von Sehenswürdigkeiten.

Sobald sich das Orga-Team auf konkrete Projekte geeinigt hat, müssen diese beim Regionalmanagament vorgestellt werden. Nach Abstimmung mit dem Amt für regionale Landesentwicklung erfolgt die Einreichung des Förderantrags der Gemeinde Bötersen bis spätestens 15. September 2018. Aber erstmal hat der Dorfwettbewerb Priorität, der bereits „für ordentlich Bewegung in Bötersen gesorgt und die Gemeinschaft merkbar gestärkt hat“, sagt Trefke, der die Teilnahme bei „Unser Dorf hat Zukunft“ jedem Ort empfehlen kann.

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