Bötersen stellt sich der Schlussbereisung der Jury beim Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“

Drei Dörfer, eine Gemeinde

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Renate Bassen und Bürgermeister Herrmann Holsten begrüßen die Jury in Bötersen.

Bötersen - Der Zeitpunkt der Schlussbereisung für den Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ war gekommen. Die Verantwortlichen der Gemeinde Bötersen hatten sich im Vorfeld einige Gedanken gemacht, wie sie sich der Jury zeigen sollten. Sie hatten einen bunten Strauß an Eindrücken und Informationen vorbereitet, den sie der Kommission des Landkreises präsentierten.

Bis kurz vor Beginn galt es, letzte Vorbereitungen zu treffen und die Feinabstimmungen unter den Organisatoren und den vielen Helfern zu tätigen. Es war zu spüren, dass die Vorfreude immer weiter anstieg. Um 10:55 Uhr war es dann soweit. Der Bus mit den Jurymitgliedern traf in Bötersen ein. Doch zunächst stieg niemand aus. „Es ist jetzt nicht so, dass man Angst vor uns hat“, sagte Cord Trefke vom Organisationsteam scherzhaft.

Der Grund für das zögerhafte Aussteigen der Jury war ganz simpel: Es gilt, den Zeitplan einzuhalten, damit alle Mitbewerber die gleichen Chancen haben. Um Punkt 11 Uhr stiegen dann die bereits heiß ersehnten Gäste aus und die zahlreich vertretenden Gemeindebevölkerung empfing sie mit einem donnernden Applaus.

Als Vorsitzende des Kreisausschusses für diesen Wettbewerb ergriff Renate Bassen sogleich das Wort und zeigte sich erfreut über die Resonanz in der Bevölkerung. „Es scheint, als wäre das halbe Dorf hier“, bemerkte sie mit einem Augenzwinkern. Nach ihrer Ansprache und einem Grußwort von Bürgermeister Hermann Holsten führten Susanne Cordes und Cord Trefke durch das knapp zweistündige Programm. Bevor es los ging bekam jedes Kommissionsmitglied noch einen „Paten“ an die Seite gestellt, der im weiteren Verlauf mit Rat und Tat zur Seite stehen sollte.

Dann ging es los mit einem Spaziergang über das Außengelände des Kindergartens hin zum Pausenhof der Grundschule. Nach einer kurzen Präsentation der ersten Arbeitsgruppen, ging es per Bus weiter auf eine kleine Reise durch die Gemeinde. Unterbrochen von einigen Zwischenstopps führte die Route durch die drei Dörfer Bötersen, Jeerhof und Höperhöfen. In jedem Ort stieg Hartmut Horn als „Buchstabenmann“ kurz in den Bus und charakterisierte in kurzen Gedichten den jeweiligen Ort.

Mit den Worten „wer hier lebt, der hat ‘nen Sechser im Lotto!“, endete ein jedes seiner Gedichte. Während der von Susanne Cordes und Cord Trefke moderierten Fahrt kamen auch Vertreter der heimischen Wirtschaft zu Wort und an den Haltepunkten gab es einiges zu bestaunen. Wie zum Beispiel das neu gestaltete Regenrückhaltebecken, dem die Landjugend in ihrer 72 Stunden Aktion zu neuem Glanz verholfen hatte.

Am „Thölke Hus“ in Höperhöfen stieg dann Klaus Klencke mit weiteren Protagonisten in historischen Kostümen aus der Napoleon-Ära dazu und erklärte den historischen Hintergrund des Gebäudes.

Beim letzten Halt im „Höper Hus“ hatten die Mitglieder der Kommission noch eine schwierige Aufgabe zu bewältigen. In einer „72 Sekunden Aktion“ galt es, ein kleines Puzzle zusammenzufügen. Als Motive dienten Dinge und Aktionen, die bei der Bereisung nicht gezeigt werden konnten.

Die Fahrt endete in „Zürns Scheune“ in Bötersen, wo die Abschlusspräsentation erfolgte. Diese endete damit, dass einige Gemeindebewohner in kurzen Sätzen erklärten, warum sie gerne dort leben.

Die Bereisung scheint bei der Jury gut angekommen zu sein. Besonders Hans-Dieter Windler war sichtlich beeindruckt von der gesamten Präsentation. „Sie haben wirklich alle Register gezogen und man hatte nie das Gefühl, dass es sich um drei einzelne Ortschaften handelt. Es wirkte alles so homogen“. „Herr Windler, wir haben anscheinend große Emotionen in Ihnen geweckt, das war uns wichtig“, bemerkte Cord Trefke bei der Verabschiedung der Kommission.

Auf Nachfrage beschrieb Cord Trefke die Gemütslage des Organisationsteams mit einer fußballerischen Metapher: „Es ist, als wenn man kurz vor Spielende ein wichtiges Tor geschossen hätte. Das Ergebnis steht nicht fest, aber das Gefühl ist sehr erhebend.“ Am 17. Juli steht dann der nächste Termin an. Um 19 Uhr im Ratsgymnasium Rotenburg verkündet die Jury das Endergebnis. Um 18 Uhr treffen sich alle interessierten Bürger, um dann per Fahrrad zur Entscheidungsveranstaltung zu fahren.

dau

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