Pläne für die nächsten Jahre

Bötersens neuer Bürgermeister setzt auf Teamarbeit

Trefke sitzt an einem Schreibtisch, hält ein Dokument in der Hand.
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Neues Gemeindebüro und ein neuer Bürgermeister: Cord Trefke in seinem Dienstzimmer im Winkel 2.

Cord Trefke hat als neuer Bürgermeister Bötersens einiges vor: Ihm geht es um Wohnbau- und Gewerbeentwicklung, aber auch in Sachen Klimaschutz soll die Gemeinde eine Vorreiterrolle einnehmen. Er weiß, all das geht nur im Team.

Bötersen – Seine erste Amtshandlung als neuer Bürgermeister der Gemeinde Bötersen wird Cord Trefke mit Sicherheit nicht so schnell wieder vergessen. „Ich war gerade acht Stunden im Amt, als ich coronabedingt leider den Kindergarten vorübergehend schließen musste“, erzählt er. Ein Vorgeschmack darauf, dass die Entscheidungen, die er fällen muss, auch immer weitreichende Folgen haben können. Wie in diesem Fall, wo berufstätige Eltern zusehen müssen, wie sie die Betreuung des Nachwuchses herstellen können.

Mittlerweile ist der Kindergarten wieder geöffnet, aber die Entscheidung sei ihm natürlich nicht leicht gefallen, so Trefke, aber es habe eine enge Zusammenarbeit mit der Leitung des Kindergartens gegeben. „Diese Art von gemeinschaftlicher Entscheidungsfindung wünsche ich mir auf allen Ebenen und vor allem in der Ratsarbeit.“

Es habe in der Vergangenheit in den allermeisten Fällen eine sehr gute Zusammenarbeit gegeben, die auch über die Parteigrenzen hinaus funktionierte. „Das möchte ich fortführen, denn ich bin ein Teamplayer und Statistiken belegen, das Teamarbeit immer produktiver ist als Einzelleistungen“, sagt er. Als sichtbares Zeichen wurden Ilse Behrens (SPD) und Ulrike Fajen (CDU) als gleichberechtigte Vertreterinnen des Bürgermeisters gewählt.

Mit als Erstes kommt der Hort

Außerdem habe es im Vorfeld schon einige positive Gespräche der Fraktionen miteinander gegeben. Dies sei aber nicht gleichbedeutend damit, dass alle immer dieselben Ansichten haben müssten. Andere Standpunkte und eine offene Diskussionskultur seien enorm wichtig, um die richtigen Entscheidungen treffen zu können. Und es werden umfangreiche Projekte auf die Gemeinde zukommen, so viel ist schon einmal sicher. „In der Hauptsache werden wir uns nun um den Fortschritt der Maßnahmen zum Hortumbau kümmern müssen“, so der Bürgermeister. Hier ist man in Submission gegangen und habe Angebote der Firmen aus der Region bekommen. Einen genauen Termin zur Fertigstellung kann Trefke nicht nennen: „Wir hoffen aber, dass wir zum Beginn des neuen Schuljahres im Sommer 2022 fertig sein werden.“

Parallel zum Hort muss auch die Schaffung von Baugrund in der Gemeinde weiter vorangebracht werden. Wobei das Verfahren zur Änderung des Flächennutzungsplanes schon ein Stück weit vorangegangen ist. Man werde parallel dazu erste Vorplanungen für ein Baugebiet in Bötersen und dem neuen Baugrund in Höperhöfen vorantreiben. „Wobei wir gerade in Höperhöfen noch mehr Arbeit investieren müssen, um notwendige Details zu regeln“, erläutert der Bötersener. Eine Vergabe von Grundstücken hält er dabei für das erste Drittel von 2023 für machbar, sofern es keine unplanmäßigen Verzögerungen gibt.

Trefke gebt Klimaschutz auf die Agenda

Ebenso im Gepäck haben der Gemeinderat und ihr neuer Bürgermeister die angedachte Sanierung vom Alten Kirchweg, die schon seit längerer Zeit immer mal wieder Bestandteil der Ratsarbeit gewesen ist: „Wir mussten noch abwarten, ob die Zuwegung des möglichen Neubaugebietes hier entlang führt, dann hätte eine Sanierung noch keinen Sinn gemacht, weil die ganzen Baufahrzeuge eine unverhältnismäßig große Belastung ergeben würden.“ Doch bevor man hier beginnen könne, müsste das Baugebiet in seiner endgültigen Form schon geplant und über eine Zuwegung entschieden worden sein.

Aber neben den Projekten, die in der Vergangenheit ihren Anfang nahmen, hat Trefke natürlich auch einige Ideen, die er zukünftig verfolgen möchte. Sein Hauptaugenmerk liegt dabei auf Nachhaltigkeit und Klimaneutralität. „Da müssen wir als Gemeinde eine Vorreiterrolle übernehmen“, so Trefke, „und es wäre mir ein Anliegen, dass wir für die Gemeindeeinrichtungen diese Klimaneutralität herstellen könnten.“ Als Beispiel nannte er ein Gedankenexperiment, wie man auf dem Dach des Friedhofgebäudes Solarstrom gewinnen und diesen dann beim Kindergarten einsetzen könnte. Außerdem seien auch Ladestationen für E-Autos und eventuelle Anreize für Bauherren zur Energiegewinnung gute Mittel, die Klimaneutralität zu unterstützen.

Neuer Bürgermeister möchte Tourismus fördern

Die Vernetzung der Gemeinde, auch in touristischer Hinsicht, ist ein zweites Ziel, das er verfolgen möchte: „Wir sind hier in direkter Nähe zum Nordpfad und zur Gesundregion, das müssen wir noch mehr in die Öffentlichkeit tragen, damit die Gemeinde auch für auswärtige Besucher attraktiv wird.“ Möglichkeiten zu suchen, wo man zukünftig zusätzlich Gewerbe in der Gemeinde ansiedeln kann, sind ebenso auf der Agenda, wie auch die Digitalisierung der Arbeitsweise im Rat und in Vernetzung mit der Samtgemeinde – die sogenannte Schnittstellenoptimierung, von der sich Trefke viel erhofft.

Viel Arbeit also, die er gerne auf möglichst viele Schultern stellen will. Eine Neuerung gibt es auf jeden Fall zu seinem Amtsantritt, denn es gibt seit Neuestem ein Gemeindebüro im Winkel 2, das momentan nach Vereinbarung geöffnet ist und zukünftig auch eine fest etablierte Bürgerfragestunde haben soll. Hier sei man noch auf der Suche nach einem geeigneten Zeitfenster. „Wir wollen offen sein für die Belange der Bürger“, erläutert der frisch gewählte Bürgermeister, „und deshalb ist es wichtig, eine feste Zeit für diese Fragestunde zu schaffen“. Bis es so weit ist, kann man telefonisch unter 04268 / 9530494 Termine vereinbaren. „Wenn dann nur der Anrufbeantworter angeht, kein Problem, wir melden uns dann zurück.“

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