Rat befasst sich mit Detailfragen

Bötersen: Hort nimmt nächste Hürde

Ein altes graues Haus. Davor ein bunter Zaun.
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Das alte Lehrerhaus in Bötersen wird zum Hort umgebaut.

Ist eine Ölheizung noch zeitgemäß? Noch einmal hat sich der Bötersener Gemeinderat mit dem neuen Hort beschäftigt.

Bötersen – Im alten Lehrerhaus an der Bötersener Grundschule soll ein Hort eingerichtet werden. Das ist soweit Konsens, doch nun geht es um die genaue Ausgestaltung. Somit hat sich der Bötersener Gemeinderat am Montagabend erneut mit dem Thema befasst. Es ging dabei eigentlich um die öffentliche Ausschreibung des Projekts.

Dazu war der Architekt Rolf Spille zu Gast und informierte über den derzeitigen Stand der Dinge. „Wie überall sind auch hier natürlich die Kosten explodiert“, erläuterte er, „aber wir haben jetzt einige Angebote vorliegen.“ Wobei es auch Gewerke gegeben habe, bei denen nur ein Angebot abgegeben worden sei. Unstrittig im Gemeinderat waren unter anderem die Posten Bauhauptgewerbe sowie Fenster und Türen.

Deutlich mehr Redebedarf gab es beim Thema Heizung und Sanitär. Wobei die Kosten für die Einrichtung der Wärmegewinnung mit 40 000 Euro dem einen oder anderen Ratsmitglied doch als recht hoch erschienen. Spille erläuterte, dass man mit dem Prinzip einer Wärmepumpe arbeiten wolle und diese allein schon mehr als 12 500 Euro koste. Die alten Heizkörper, die noch in Nischen im Mauerwerk angebracht sind, wolle man dabei nicht erneuern, dafür aber ein Wärmedämmverbundsystem außen an das Mauerwerk anbringen.

Bürgermeister Cord Trefke (CDU) schlug alternativ vor, dass man den derzeitigen Status quo mit einer Ölheizung belassen solle und das Thema der alternativen Wärmegewinnung zusammen mit dem entstehenden Neubaugebiet aufgreifen könne. Für Susanne Cordes (SPD) war es überdies nicht in letzter Konsequenz ersichtlich, warum die Gemeinde so viel Geld in ein Gebäude investieren solle, das eigentlich der Samtgemeinde gehöre.

Während Tom Schmudlach (CDU) eine Ölheizung im Jahr 2021 als nicht mehr vertretbar ansah, herrschte aber eine breite Einigkeit darüber, dass man mit dem alten Brenner (Baujahr 1987), der laut Aussagen von Fachleuten aber durchaus noch bestens in Schuss sei, fürs Erste weiter machen wolle. „Wir setzen auf innovative Ideen bei der Planung des Neubaugebietes“, betonte der Bürgermeister abschließend. Das Wärmedämmverbundsystem wurde dabei ebenso auf Eis gelegt.

Ein weiterer Punkt, der beschlossen werden musste, war die Änderung der Raumaufteilung. Aus dieser resultiert die Möglichkeit, dass statt der angepeilten 15 Betreuungsplätze, sogar 20 Kinder hier untergebracht werden können. Das würde die mögliche Fördersumme für dieses Projekt um über 30 000 Euro erhöhen.

Seit 2018 ist in der Samtgemeinde Sottrum in der Diskussion, dass an den Schulstandorten Horte für die Nachmittagsbetreuung von Grundschulkindern entstehen sollen. Nach einem Beschluss im Samtgemeinderat sind aber die Mitgliedsgemeinden gefordert und unterschiedlich weit in der Umsetzung. Ahausen hatte schon vor der Entscheidung einen Hort, den auch Hellwege mitnutzt. Sottrum hat in der Zwischenzeit einen an der Oberschule eingerichtet. Aktuell wird die Möglichkeit einer weiteren Gruppe geprüft. Reeßum und Hassendorf wollen gegebenenfalls den Bötersener Hort mitnutzen, da sie teilweise im selben Schulbezirk sind. In Horstedt dauern die Planungen an.

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