TSV Bötersen-Höperhöfen feiert 50-jähriges Bestehen / 540 Mitglieder in fünf Sportarten

„Public Viewing“ leitet Vereinsgründung ein

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Der Vorstand des TSV Bötersen mit den drei Gründungsmitgliedern Johann Dodenhoff (2.v.l.), Hans-Jürgen Lüdemann (3.v.l.) und Klaus Koch (4.v.l.).

Bötersen - Von Matthias Daus. Als die deutsche Fußballnationalmannschaft 1954 überraschend Weltmeister wurde, gab es in Bötersen schon ein „Public Viewing“, denn der Wirt Hinrich Buhrfeind hatte in seinem Lokal einen Fernseher aufgestellt, und die Dorfbevölkerung konnte gemeinsam das Finalspiel verfolgen. Und damit leitete Buhrfeind auch gleich die Gründung des TSV Bötersen-Höperhöfen ein – der in diesem Jahr sein 50. Bestehen feiert.

Jeder wollte Fußball spielen und seinen WM-Helden nacheifern. „Wir haben in jeder freien Minute gekickt“, erinnert sich Hans-Jürgen Lüdemann, Gründungsmitglied und späterer Vorsitzender des TSV. Doch bis der Verein tatsächlich an den Start gehen konnte, sollten noch ein paar Jahre vergehen.

Mit der Errichtung eines neuen Schulgebäudes bekam Bötersen 1965 auch einen Sportplatz – eine geeignete Fläche zum Bolzen. Die Kneipe von Hinrich Buhrfeind war damals der Treffpunkt für die jungen Menschen aus dem Ort. Da der Wirt ebenso fußballbegeistert war wie seine Gäste, betätigte er sich als treibende Kraft bei der Vereinsgründung. So kam es am 2. April 1965 zu einer Interessensversammlung und einen Monat später zur Gründungssitzung. Am 7. Mai 1965 wurde, in Zusammenarbeit mit dem damals eigenständigen Dorf Höperhöfen, der TSV Bötersen-Höperhöfen gegründet.

Nachdem der Verein im ersten Jahr nur eine Fußballabteilung hatte, kamen 1966 die Sparten Tischtennis und Damengymnastik hinzu. Doch es gab keine geeignete Spielstätte, also galt es, die Schulaula als Sporthallenersatz umzufunktionieren. Selbst die Fußballer trainierten dort. „Allerdings ohne Ball, sonst hätten wir wohl die Fenster zerschossen“, erzählt Gründungsmitglied Johann Dodenhoff schmunzelnd.

Der Verein nahm eine rasante Entwicklung und aus den knapp 40 Gründungsmitgliedern wurden schnell 200. Die Leichtathletikgruppe, die aus der Damengymnastikabteilung hervorging, machte bald auf überregionaler Ebene von sich Reden. Im Laufe der Jahre gründeten sich noch einige Abteilungen – die Ungewöhnlichste wohl die der Ringer. Diese gab es im Landkreis nämlich sonst nicht.

Mittlerweile hat der Verein 540 Mitglieder, verteilt auf fünf Sportarten. „Von den Verbänden bekommen wir immer neue Auflagen, die den bürokratischen Aufwand maximieren und sogar technische Grundlagen erfordern, die der Verein ohne Hilfe nicht stellen kann“ , erklärt Andreas Lüdemann, seit 2000 Vorsitzender, die Schwierigkeiten, mit denen der Verein zu kämpfen hat. Doch der Vorstand stellt sich diesen und freut sich auf das Wochenende vom 12. bis 14. Juni, wenn das 50-jährige Bestehen gefeiert wird.

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