Löscharbeiten dauern 13 Stunden

Großbrand in Bötersen: Dritter Gutachter kommt

Feuerwehrleute löschen das Feuer.
+
Feuerwehrmänner versuchen, die Flammen im Strohlager in den Griff zu bekommen.

Mehr als 100 Feuerwehrleute bekämpfen am späten Montagabend einen Großbrand auf einem landwirtschaftlichen Hof in Bötersen. Die Ursache ist noch unklar, die Polizei zieht den mittlerweile dritten Gutachter zur Rate.

  • Ein Strohlager brennt in Bötersen.
  • Ursache weiterhin unklar.
  • Nun kommt ein dritter Gutachter.

Update vom 2. März, 12.30 Uhr: Auch mehr als eine Woche nach dem Vollbrand eines Strohlagers am Bötersener Ortsrand kann noch keine endgültige Bestätigung der Ursache gegeben werden. Nachdem am vergangenen Mittwoch die Ermittler ihre Arbeit aufgenommen hatten, ist bereits am Freitag ein erster Gutachter zu keinem belastbaren Ergebnis gekommen. Dasselbe gilt auch für einen zweiten Gutachter, der am Dienstag die Brandstelle gemeinsam mit den Ermittlern und dem ersten Gutachter besichtigt hat. Das teilt Polizeisprecher Heiner van der Werp auf Nachfrage mit. Man geht aber von einem technischen Defekt aus. Am Mittwoch soll ein dritter Gutachter – von der Betreiberfirma der Photovoltaik-Anlage – das abgebrannte Lager besichtigen.
 

Update vom 24. Februar, 12.45 Uhr: Bötersen – Die Ursache des Großbrandes am Montagabend in Bötersen ist noch nicht abschließend geklärt. Am Mittwochmorgen haben sich Ermittler das abgebrannte Stroh-Lager auf dem Bauernhof angesehen. Laut Polizeisprecher Heiner van der Werp halten die Beamten einen technischen Defekt weiterhin für möglich, wollen dies aber noch von Fachleuten überprüfen lassen. Ein Gutachter, der sich die Überreste des Lagers ansehen soll, wird für Freitag erwartet. Das Feuer ist am Montag gegen 21 Uhr ausgebrochen. Stroh zu löschen ist langwierig, die Feuerwehr hat den Einsatz erst gegen 10 Uhr am Folgetag beenden können. Der Sachschaden wird auf 150000 Euro geschätzt, Tiere und Menschen kamen nicht zu schaden.

Update vom 23. Februar, 11 Uhr: Bötersen – Bereits von Weitem ist der Feuerschein zu erkennen an diesem lauen Februar-Abend in Bötersen. Menschen stehen auf den Straßen und beobachten die Arbeit der Feuerwehr, die um kurz nach 21 Uhr am Montag alarmiert worden ist. Die Helfer kommen aus Bötersen, Waffensen, Hassendorf, Schleeßel, Höperhöfen, Sottrum und Rotenburg. Mehr als 100 Männer und Frauen stellen sich den Flammen entgegen, die aus einer Strohlager-Halle eines landwirtschaftlichen Betriebes am Hasenwinkel schlagen. Das Wichtigste vorweg: Weder Menschen noch Tiere kommen bei diesem Einsatz zu Schaden.

In dieser etwa 16 mal 40 Meter großen Halle lagern etwa 450 Strohballen und lockeres Stroh. Reichlich Nahrung für das Feuer, dessen Ursache noch nicht feststeht. Von mehreren Seiten aus gehen die Experten den Brand an. Für die Löschwasserversorgung kommen umliegende Unterflurhydranten und eine Zisterne auf dem Gelände des Hofes zum Einsatz. So steht jederzeit ausreichend Löschwasser zur Verfügung.

Was Feuerwehrsprecher Tim Gerhard noch am Abend vorhersagt, wird sich bestätigen: Die Feuerwehren haben es mit einer langen Nachtschicht zu tun. „Strohballen zu löschen, nimmt viel Zeit in Anspruch“, erklärt Gerhard. Erst nach knapp drei Stunden ist das Feuer soweit unter Kontrolle, dass die Helfer mit einem Bagger das einsturzgefährdete Dach der Halle entfernen und das Stroh aus der Halle holen können. Auf einem naheliegenden Feld löschen sie es dann endgültig ab. Eine Arbeit, die bis zum Dienstagmorgen andauert.

Nach 13 Stunden ist der Einsatz beendet

Der Sottrumer Gemeindebrandmeister Björn Becker erhält die Nachricht, dass der Einsatz beendet ist, kurz nach 10 Uhr am nächsten Morgen. Rund 13 Stunden nach dem ersten Alarm können die Brandschützer ihre Gerätschaften wieder einpacken.

In den frühen Morgenstunden gibt es eine zweite Alarmierung in Zusammenhang mit dem Einsatz in Bötersen. Es müssen Atemschutzgeräterträger nachgefordert werden, erläutert Becker. Zwar nicht alle, „aber etliche Feuerwehrleute“ machen seinen Angaben zufolge den kompletten Einsatz mit – insbesondere die Kameraden der Bötersener Ortswehr. 

Angrenzende Stallungen und Scheunen sind aufgrund des ausreichenden Abstands zu keiner Zeit gefährdet. „Das haben wir im Griff“, sagt Tim Gerhard, während seine Kollegen nur wenige Meter weiter alles geben. Vor Ort sind darüber hinaus mehrere Beamte der Rotenburger Polizei sowie der Rettungsdienst.

Originalnachricht vom 22. Februar: Der Alarm ist gegen 21 Uhr ausgelöst worden: Aus zunächst noch unbekannter Ursache hat sich am späten Montagabend in einer etwa 20 mal 40 Meter großen Halle auf einem landwirtschaftlichen Betrieb in Bötersen ein Feuer entwickelt. Beim Eintreffen der Feuerwehren schlagen die Flammen an mehreren Stellen schon aus dem Gebäude heraus – zum Teil meterhoch. „In der Halle lagert ausschließlich Stroh“, sagt Feuerwehrsprecher Tim Gerhard. Von zwei Seiten aus versuchen seine Kollegen, den Brand mit reichlich Löschwasser unter Kontrolle zu bringen. Auch die Drehleiter aus Rotenburg ist vor Ort.

Feuerwehren aus insgesamt sechs Ortschaften sind für diesen Einsatz um Hilfe gebeten worden. Personen sind nach Angaben der Rotenburger Polizei nicht verletzt, und wie Tim Gerhard erläutert, auch keine der benachbarten Gebäude auf dem Hof von den Flammen bedroht.

Dennoch werden sich die Helfer auf eine lange Nachtschicht einstellen müssen, sagt Gerhard. Das Problem: Das Stroh sei zum Teil lose, aber auch in Ballen gelagert – es in diesen Mengen zu löschen, nehme sehr viel Zeit in Anspruch. Zu der Höhe des Sachschadens, machen vor Ort weder die Feuerwehr noch die Polizei Angaben.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

Mögliche Minister unter Rot-Gelb-Grün

Mögliche Minister unter Rot-Gelb-Grün

Die übelsten Fehltritte von Armin Laschet

Die übelsten Fehltritte von Armin Laschet

Die deutschen Bundeskanzler und die Bundeskanzlerin seit 1949

Die deutschen Bundeskanzler und die Bundeskanzlerin seit 1949

Die lustigsten Grimassen der Kanzlerin und Kanzlerkandidaten

Die lustigsten Grimassen der Kanzlerin und Kanzlerkandidaten

Kommentare