Rat bleibt Beschluss von 2013 treu

Keine Windräder in Sottrum

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Sottrum - Mit so vielen Anwohnern hatte bei der Sitzung des Sottrumer Gemeinderates am Montagabend wohl keiner gerechnet. Schnell organisierte Bürgermeister Hans-Jürgen Krahn (CDU) mit seinen Ratskollegen noch schnell ein paar zusätzliche Stühle. Schuld an dem Menschenauflauf war der Tagesordnungspunkt 7 „Windenergie in Sottrum“. Die „BürgerEnergieGenossenschaft Sottrum“ (Begs) hatte darunter darum gebeten, mit einem positiven Votum einen Beschluss von 2013 zum Thema Windenergie zu kippen. Dieser besagte, dass die Gemeinde keinen Bedarf an Windenergieanlagen in Sottrum beim Landkreis anmelde. Durch eine Änderung dieses Beschlusses wäre es möglich, in der Nähe der Kläranlage zwei Windräder aufstellen zu lassen.

Die Grünen befürworteten eine Änderung und stellten klar, dass die Begs nur prüfen wolle, ob dort der Bau von Windenergieanlagen möglich sei. „Die Bedenken der Bürger würden dabei auch mit aufgenommen“, machte Lühr Klee (Grüne) deutlich. Doch der Gegenwind der anderen Fraktionen ließ nicht lange auf sich warten. „Die Windräder sollen unmittelbar am einzigen Naturschutzgebiet in Sottrum entstehen. Das kann ich nicht befürworten“, so Andrea Kaiser (CDU). Auch Ratskollegin Friederike Paar (CDU) hält nichts von der Idee: „Das ist ein überregionales Naherholungsgebiet. Wenn wir dort die Windräder bauen, würden wir die letzte unbelastete Stelle in Sottrum belasten.“ Außerdem warf sie die Frage auf, was denn mit Restplätzen auf bereits bestehenden Windparks sei.

Trotz der Versuche der Grünen, die Ratskollegen von dem Vorhaben zu überzeugen, war die Sache am Ende recht eindeutig. Elf Ratsmitglieder lehnten eine Änderung des bestehenden Beschlusses von 2013 ab, fünf stimmten dafür. Damit gibt es in der Nähe der Kläranlage demnächst keine Windräder. Einen kurzen Applaus konnten sich die zahlreichen Anwohner bei dieser Entscheidung nicht verkneifen.

jet

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