Rat beschließt Zuschuss für Geschichtspavillion / Teure Sanierung der Turnhalle

Ein Stück Hellweger Identität

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Die Turnhalle in Hellwege ist 25 Jahre alt. Jetzt gilt es, einiges zu erneuern.

Hellwege - Von Jessica Tisemann. 1252 wurde die Gemeinde Hellwege erstmals urkundlich erwähnt. 1733 gab es einen ersten Entwurf für eine Schule – doch erst 30 Jahre später wurde diese tatsächlich gebaut. Das Wissen über die Geschichte der Gemeinde will Erhard Thies auch den Besuchern auf dem Gelände des Mühlenhofs näherbringen.

Und die Ratsmitglieder fanden den Vorschlag eines Geschichtspavillions in der jüngsten Ratssitzung so gut, dass sie einstimmig beschlossen, einen Teil der Kosten zu übernehmen.

Ein komisches Gefühl war es für Erhard Thies, wieder am Tisch der Ratsmitglieder Platz zu nehmen. Immerhin saß er selbst lange Zeit auf dem Stuhl von Wolfgang Harling (SPD) als Bürgermeister von Hellwege. Viele Besucher des Mühlenhofs interessierten sich für die Geschichte der Gemeinde Hellwege. „Da ist es nicht immer einfach, etwas aus dem Ärmel zu schütteln“, erzählte Thies. Deswegen kam ihm die Idee mit den Info-Tafeln. Ein sechseckiger Bau schwebt Thies vor. Auf den Außenwänden erwartet die Besucher die Geschichte des Mühlenhofs, innen gibt es Wissenswertes über die Gemeinde Hellwege zu lesen.

Auch über einen Standort hat sich Thies schon Gedanken gemacht, und eine geeignete Fläche kurz vor der Streuobstwiese abgesteckt. Der Fußboden des Pavillions soll gepflastert werden. Insgesamt kostet der Bau knapp 6000 Euro. Ein mögliches Glasdach, das für mehr Licht im Inneren sorgen soll, würde die Kosten noch ein wenig nach oben schrauben. Dennoch war Bürgermeister Wolfgang Harling von der Idee überzeugt: „So etwas hat bisher noch keiner. Das ist ein weiteres Stück Identität für Hellwege.“ Und auch die anderen Ratsmitglieder ließen sich überzeugen und stimmten der Kostenübernahme durch die Gemeinde von etwa 3500 Euro zu.

Auch mit der 25 Jahre alten Turnhalle mussten sich die Ratsmitglieder beschäftigen. Die Heizung, Be- und Entlüftungsanlagen sowie der Sanitärbereich seien stark abgenutzt und entsprächen nicht mehr dem Stand der Technik. Knapp 240000 Euro kämen für die Erneuerungen auf die Gemeinde zu, hat das Planungsbüro Krieg und Schroeder aus Achim berechnet. Ein ganz schön hoher Betrag, fand Ratsfrau Karin Küsel (CDU).

Doch es sei möglich, Fördermittel zu beantragen. Vom Landkreis gäbe es einen Zuschuss von 20 Prozent, beim Landessportbund (LSB) bis zu 30 Prozent. Dort sei der TuS Hellwege gefordert. Peter Strohschän (SPD), Ratsherr und Vorsitzender des Sportvereins, erklärte, dass er bereits um ein Gespräch beim LSB gebeten habe, um zu sehen, was möglich sei. Wichtig ist, dass der Bescheid für die Förderung vor dem Baubeginn vorliegen muss. Diesen wollen die Ratsmitglieder nun abwarten.

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