„Bescheidener Beitrag“

Europäisches Kultur- und Heimathaus in Sottrum: Heimatverein legt Grundstein

Zwei Männer mit Schutzmaske verschließen eine Zeitkapsel.
+
Erich Schnackenberg (l.) und Hermann Pape verschließen die Zeitkapsel. Sie kommt in den Grundstein des neuen Heimat- und Kulturhauses.

Sottrum – Seit einigen Tagen herrscht großer Betrieb auf dem Heimathaus-Gelände in Sottrum. Bauarbeiter haben begonnen, direkt neben dem Spieker das neue Europäische Kultur- und Heimathaus zu bauen.

Schon im Herbst, hofft der Vorsitzende des Heimatvereins, Hans-Jürgen Krahn, soll die Eröffnung sein. Er hofft, dass sich die Corona-Lage bis dahin soweit beruhigt hat, sodass man das neue Gebäude auch mit Leben füllen kann. Es wäre wohl das beste Geschenk für den Verein, der in diesem Jahr sein 40-jähriges Bestehen feiert. Am Donnerstag hat er den Grundstein gelegt.

Doch bis dahin ist noch etwas Weg zu gehen. Mittlerweile stehen die noch rohen Außenmauern und noch sieht es so aus, als würde der Heimatverein ein modernes Haus dort hinstellen. Doch der Schein trügt, es ist lediglich die Basis für das eigentliche Gebäude, ein 1778 erbautes Häuslingshaus, dass der Heimatverein in Osterholz-Scharmbeck gekauft und vor einem Jahr abbauen und nach Sottrum bringen lassen hat. Die Einzelteile, sofern noch funktionstüchtig, liegen aktuell auf dem Gelände des Bauhofs. Am Ende wird zwar alles alt aussehen, doch Gästewohnung, Archiv und Veranstaltungsraum sind dann zeitgemäß.

Im kleinen Kreis hat der Heimatverein mit Hermann Pape, Erich Schnackenberg und Krahn nun eine Zeitkapsel in den sogenannten Grundstein in die Mauer eingelassen. Darin sind enthalten die Pläne des Gebäudes, zwei Tageszeitungen, eine Flasche Rotwein aus der Region Sauveterre – Sottrums französische Partnerregion – und Euromünzen aus der gesamten Eurozone. Der europäische Gedanke ist wichtig bei diesem Projekt. Darauf geht der Heimatverein auch in einer Urkunde ein, die ebenfalls in die Zeitkapsel gelegt wurde. Europa befinde sich derzeit in einer schwierigen Phase, in der manche Mitgliedsstaaten die EU vornehmlich zur Einwerbung von Geldmitteln nutzen würden, heißt es unter anderem.

Unabhängig dieser Feststellung wolle der Verein mit dem Europäischen Kultur- und Heimathaus einen „bescheidenen Beitrag“ zu einem freundschaftlichen Zusammenwirken in einem gemeinsamen Europa leisten. Tatsächlich wurde in der Vergangenheit immer wieder das Beispiel genannt, dass Künstler und Kulturschaffende aus Sauveterre in der Gästewohnung eine Zeit lang leben und wirken könnten. Natürlich weißt die Urkunde auch auf die laufende Coronavirus-Pandemie hin.

Das Haus ist wesentlich größer als der benachbarte Spieker, genauer gesagt gut 12 mal 13 Meter. Um genügend Platz zu haben, musste das Backhaus abgebaut werden. Auch sonst wird sich auf dem Gelände rund um das Heimathaus-Ensemble einiges tun im Rahmen der Bauarbeiten. So wird es dann weitere Parkplätze auf der Fläche zwischen der Durchfahrtscheune und dem Pinocchio im Sottrumer Landhaus geben – 27 Plätze sind dort eingeplant.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

Tipps für Erdbeeren auf dem Balkon und im Beet

Tipps für Erdbeeren auf dem Balkon und im Beet

Meistgelesene Artikel

Inzidenz über 100 – aber noch keine Folgen

Inzidenz über 100 – aber noch keine Folgen

Inzidenz über 100 – aber noch keine Folgen
Ronolulu: Saisonstart am 1. Mai fällt ins Wasser

Ronolulu: Saisonstart am 1. Mai fällt ins Wasser

Ronolulu: Saisonstart am 1. Mai fällt ins Wasser
Scheeßeler Schulen wehren sich gegen Lieferung von Großpackungen

Scheeßeler Schulen wehren sich gegen Lieferung von Großpackungen

Scheeßeler Schulen wehren sich gegen Lieferung von Großpackungen

Kommentare