Zweites Dialogforum rückt Natur in den Mittelpunkt

Begegnungsorte für alle

Die Gestaltung öffentlicher Flächen wie Parks oder Spielplätze soll in Sottrum 2030 integriert werden. Foto: Witte

Sottrum - Von Farina Witte. Die Gemeinde Sottrum soll trotz wachsender Einwohnerzahlen lebenswert bleiben, mit Zugang zu naturnahen Räumen und genügend grün. Darin waren sie die Teilnehmer des zweiten Dialogforums für Sottrum 2030 einig. Ideen für Konzepte gibt es, allerdings ecken sie teils an den typischen Punkten an, die auch schon während der vergangenen Veranstaltungen der Planungsagentur „plan zwei“ aus Hannover zur Sprache kamen.

Deutlich weniger Menschen hatten sich im Sottrumer Heimathaus am Donnerstagabend eingefunden, um über die Themen Freiräume und Umwelt zu sprechen und sich auszutauschen. Damit haben die Planer um Ulrich Berding schon gerechnet nach der Themenabfrage während der Auftaktveranstaltung. Trotzdem diskutierten die rund 15 Personen etliche Aspekte. Die drehten sich aber im Kern um drei Ziele für die Sottrumer Natur und deren Nutzung.

Begegnungsorte schaffen

Eine zentrale Frage des Abends: Wie viele Spielplätze braucht Sottrum überhaupt. Derzeit sind im Ort sowie in Stuckenborstel eine ganze Reihe vorhanden, viele sind eher klein und spärlich ausgestattet. Das könnte man ändern, indem mehrere an einem Ort zusammengefasst werden und attraktiver gestaltet werden. Viele Kinder würden die Plätze gar nicht mehr nutzen, oft hätten sie die dortigen Spielgeräte selbst im Garten, ist das Argument eines Teilnehmers. Auch fehle es häufig an wichtigen, essenziellen Dingen wie Schutz vor Regen und Sonne. „Meistens nutzen nur Kinder unter sechs Jahren die Spielplätze, die Älteren sind nur am Handy“, äußerte ein Mann. Würde man über die Gestaltung der Flächen nachdenken, sollte das berücksichtigt werden. „Vielleicht mit einem Hotspot?“, schlug Planer Maximilian Grafinger vor. Denkbar, stimmte die Diskussionsrunde zu. Das hat aber auch die Frage nach einer alterübergreifenden Nutzungstauglichkeit aufgeworfen. Beschränkt man sich auf weniger, dafür bessere Spielplätze, seien auch Erwachsenenspielplätze denkbar. Ein Projekt in diese Richtung ist bereits in Planung: der Eichpark. Dazu gibt es bereits Pläne, die Anfang Dezember im Fachausschuss vorgestellt werden, erklärt Gemeindedirektor Holger Bahrenburg. Der Park soll etwa mit einer besseren Infrastruktur für Veranstaltungen ausgestattet werden.

Vernetzung herstellen

Ein Aspekt, der auch schon während der Auftaktveranstaltung angeklungen ist und sich offensichtlich durchzieht, ist der Wunsch nach besserer Vernetzung. Das betrifft auch das Thema Umwelt – trotz des bestehenden Trennpunktes der Bundesstraße. Ein „grünes Band“ durch den Ort könnte in irgendeiner Form denkbar sein. Dabei könne es auch explizit um Fuß- und Radwege gehen. Konkret machten die Anwohner das an einer möglichen Nord-Süd-Verbindung durch den Ort fest.

Natur schützen

Sottrum hat mit dem Wiestetal und Voßberge zwei Naturschutzgebiete. Aber auch darüber hinaus sehen die Sottrumer Möglichkeiten, einen Beitrag zum Klima zu leisten. Das fange schon bei der Begrünung der Straßen an. „Da fehlt ein Konzept“, findet eine Teilnehmerin. Es seien viele Bäume gefällt, aber nur wenige nachgepflanzt worden. Vorstellbar sei, den Baumbestand zu erfassen, eventuell mit einem Kataster – und die weitere Entwicklung zu betreuen. Eine Ergänzung hierzu warf ein anderer Teilnehmer ein: Es sollte standortgerecht gepflanzt werden. Eine stärkere Begrünung und Gestaltung von Freiflächen – egal ob entlang der Straßen oder in Parks – kostet aber auch in der Unterhaltung Geld und muss gepflegt werden. „Das braucht ein Konzept“, sagte Planer Berding wie auch schon zu anderen Themen des Abends. Das ist die Aufgabe, der sich „plan zwei“ nun widmen wird.

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