Baugebiet „Am Weden“ passiert den Gemeinderat

Toskana-Flair ist unmöglich

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Häuser statt Mais. So sieht die Zukunft für „Am Weden“ in Hassendorf aus.

Hassendorf - Von Bettina Diercks. Wenn alles klappt, kann die Gemeinde Hassendorf kommenden Winter die Grundstücke im neuen Baugebiet „Am Weden“ zum Verkauf anbieten. Montagabend stimmte der Gemeinderat einstimmig dem vorgelegten Entwurf für den Bebauungsplan Nummer acht zu.

Die Ratsmitglieder bekamen am Montag die Auswertung der frühzeitigen Beteiligung durch die „instara – Institut für Stadt- und Raumplanung GmbH“ vorgestellt. Nachdem der Rat den B-Plan durchgewunken hat, geht er in Kürze in die öffentliche Auslegung. Erfasst wurden im B-Plan die „erweiterten privaten Gärten der Osterstraße“, die damit bei Abschluss des Verfahrens planungsrechtlich gesichert sind.

1,9 Hektar beträgt die überplante Fläche „Am Weden“, dazu zählt das eine Drittel, das für die privaten Hausgärten der Osterstraße verplant ist. Gebaut werden dürfen dort eingeschossige Häuser (ein Vollgeschoss) mit einer Firsthöhe von 8,50 Metern. Stadtplaner Udo Lohreit erläuterte aus der bauaufsichtlichen Stellungnahme des Landkreises: „Die Festsetzungen wurden so gewählt, dass sich das Plangebiet in das bestehende Siedlungsbild einfügt. Durch die Festsetzung einer Mindestdachneigung von 30 Grad ist die Errichtung von Toskana-Häusern nicht möglich.“

Ratsmitglied Marc Terborg (Bündnis 90/Die Grünen) wies darauf hin, dass eingeschossig das aufsetzen eines halben Geschosses möglich sei. Nur eben kein zweites Vollgeschoss. Klaus Dreyer (SPD): „Wir wollen ja auch niemanden daran hindern, Zimmer für zwei oder drei Kinder zu bauen. Wir wollen viele Kinder, auch in Hassendorf.“

Wenn alles planmäßig läuft, vermisst die Gemeinde die Fläche nach der Maisernte – „um im Winter die Grundstücke zu veräußern“, so Dreyer. Eine zulässige Gebäudeanzahl kann laut Lohreit nicht vorgeschrieben werden, das verhindere das Baugesetzbuch. Außerdem können die Besitzer die Gebäude frei auf dem Grundstück platzieren.

An der Südseite wird es keine Ein- und Ausfahrten geben. Aus Sicherheitsgründen und um die wegbegleitenden Gehölze und Hecken des Wedenweges zu erhalten. Der südwestlich des Plangebietes gelegene Wald ist außerdem auf Anregung in die Biotoptypenkarte aufgenommen worden.

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