Horstedter Ratsmitglieder diskutieren über Fläche in Winkeldorf

Baugebiet nur „mit Sinn und Verstand“

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Wo jetzt noch Tannen wachsen, wünschen sich einige Winkeldorfer ein Baugebiet.:

Horstedt - Einige Bürger in Winkeldorf wünschen sich ein Baugebiet, damit die jungen Leute nicht aus dem Ort wegziehen. Doch das könnte eine langwierige Angelegenheit werden. So einfach, wie sie sich das vorstellen ist es nämlich nicht. Das stellte Horstedts Bürgermeister Michael Schröck (SPD) bei der Ratssitzung am Montagabend klar.

Die Überlegungen, ein Baugebiet am Ortsausgang von Winkeldorf in Richtung Nartum zu machen, seien ein guter Ansatz, aber der Rat müsse weiterdenken, so Schröck. Das Grundstück am 195 Meter langen Weg könnte nur einseitig bebaut werden. Von den 195 Metern seien jedoch nur knapp 100 überhaupt zu erwerben, hatte der Bürgermeister bereits in Erfahrung gebracht. „Das wären dann vier bis sechs Bauplätze“, stellte Schröck klar.

Auch das langwierige Prozedere legte der gelernte Architekt genau da. „Drei bis vier Jahre dauert es schon, bis so ein Baugebiet in Gang kommt“, so Schröck. Ein weiteres Problem, dass es an der bisher vorgeschlagenen Stelle gibt, ist ein laufender Pachtvertrag, auf den Doris Heitmann (SPD) aufmerksam machte. Noch wachsen auf der Fläche, auf der nach dem Wunsch mancher Bürger bald ein paar Häuser stehen sollen, nämlich noch Tannen.

Das würde die Gemeinde auch vor finanzielle Probleme stellen. Zusätzlich zum Ankaufspreis für das Areal, wäre eine Pachtentschädigung fällig, die noch zu den Kosten für das Baugebiet in Horstedt und das Gewerbegebiet in Stapel dazukommen würden. Zu viel für eine kleine Gemeinde wie Horstedt.

Jürgen Schlobohm (WFB) war verärgert über die Situation: „Wir sind Diener der Bürger. Wir müssen und dafür einsetzen, dass sie vor Ort bleiben.“ Thorben Fajen (CDU) versuchte zu schlichten: „Wir müssen uns bewusst sein, dass einige Zeit ins Land geht, bis wir ein Baugebiet haben. Und unter vier Bauplätzen brauchen wir gar nicht anfangen. Damit ist niemandem geholfen. Wenn wir etwas anschieben, dann mit Sinn und Verstand.“

Eine Entscheidung haben die Ratsmitglieder auf die nächste Sitzung vertagt. Bis dahin soll nach alternativen Flächen im Ort Ausschau gehalten werden. Bei den Nachbarn in Horstedt ist das Baugebiet „Bei den Doren“ schon länger durch. Nach Pfingsten sollen dort die Erschließungsarbeiten beginnen – ein genaues Datum steht allerdings noch nicht fest.

jet

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