Bahnhofstraße in Sottrum soll bald anders aussehen / Messungen geplant

Start des Kübelschiebens

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Die Ansicht an der Bahnhofstraße soll sich bald ändern – es gilt, die Kübel zu versetzen.

Sottrum - Von Jessica Tisemann. Wie geht es weiter an der Sottrumer Bahnhofstraße? Nach der Anwohnerversammlung Anfang Juni hat sich Bürgermeister Hans-Jürgen Krahn (CDU) mit einem Planer Verbesserungsvorschläge durchgesprochen und sie nun in einem Gespräch der Presse vorgestellt. Es geht darum, mit den Kübeln die Sicherheit für Radfahrer und Fußgänger sicherzustellen und dafür zu sorgen, dass die Geschwindigkeitsbegrenzung in der Tempo-30-Zone eingehalten wird. Dafür sollen die Kübel versetzt werden.

Das habe mit der vorherigen Lösung nicht funktioniert, habe die Anwohnerbefragung ergeben. Die vier Kübel, die bisher am rechten Fahrbahnrand stehen und den Radverkehr von den Autos abschirmen sollen, haben ihr Ziel verfehlt.

Zunächst geht es nun darum, die vorhandenen Gefäße zu versetzen. Das heißt, es soll Verschwenkungen geben, wie sie bereits im hinteren Teil der Bahnhofstraße zu finden sind. „Der Planer hat in einer Schablone festgehalten, wo die Kübel stehen könnten“, erklärt Krahn. Dabei seien aber einige Kriterien zu berücksichtigen. „Wir müssen dafür sorgen, dass auch der Schulbus und der Müllwagen zwischen den Verschwenkungen durch kommen“, erklärt der Bürgermeister.

Außerdem müssten wohl zwei Kübel zusätzlich angeschafft werden. „Wo genau wir die dann hinstellen, müssen wir in der Praxis sehen“, so Krahn. Auch sei geplant, mit den verkehrsberuhigten Maßnahmen schon am Anfang der Bahnhofstraße zu beginnen – momentan stehen die ersten Kübel erst in Höhe der Straße „Hassendorfer Kirchweg“.

Als weitere Maßnahme ist geplant, die Verschwenkungen deutlicher hervorzuheben, zum Beispiel mit weißen Linien. „Das müssen wir aber erst mit dem Landkreis besprechen“, erklärt der Bürgermeister. Extra Markierungen für Parkplätze sind auch eine Überlegung. Die Markierungsarbeiten sollen aber erst in einem zweiten Schritt erfolgen. „Damit haben wir die Möglichkeit, die Kübel nachträglich noch einmal weiter nach rechts oder links zu verschieben“, so der CDU-Politiker. Nach einer kurzen Testphase – vermutlich ein Vierteljahr – müsse dann noch einmal geschaut werden, ob die Gefäße versetzt werden müssten. „Alles gleich fertig zu stellen wäre Blödsinn. Damit verbraten wir nur Geld, und das will ich nicht“, betont der Bürgermeister.

Ein Fahrradstreifen, wie er an der Verdener Straße in Rotenburg existiert, sei für die Bahnhofstraße nicht machbar – diese Idee sei in der Anliegerversammlung auch aufgekommen. „Das würde nicht genehmigt werden, da es sich dort um einen verkehrsberuhigten Bereich handelt“, so Krahn. Dort sei laut Straßenverkehrsordnung kein Fahrradweg vorgesehen.

In der Anwohnerversammlung hätten die Bürger außerdem einen Fußweg am rechten Fahrbahnrand angeregt. Dort ist aber noch ein freies Feld, dass bisher nicht erschlossen ist. „Einen Fußweg sehe ich daher als kritisch an“, betont Krahn. Wenn dort einmal Bauplätze entstehen sollten, müsste das Hochbord eines klassischen Fußweges wieder aufgebrochen werden, um eine Zufahrt zu den Grundstücken zu ermöglichen.

Mit dem Vorschlag von leichten Bodenschwellen am Anfang der Bahnhofsstraße hat sich der Planer ebenfalls befasst. „In diesem Zusammenhang gibt es auch Überlegungen, aber damit muss sich erst der Fachausschuss befassen.“ Nach den Ferien sei außerdem eine erneute Messung vorgesehen. Diese erfasst, wie viele Autos von der Bundesstraße kommend in die Bahnhofsstraße ein- und wie viele am Ende tatsächlich wieder hinausfahren.

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